Trump: "Straße von Hormus gehört uns"Noch immer fahren wenig Handelsschiffe durch die von Iran faktisch blockierte Straße von Hormus – doch die US-Regierung behauptet weiter, die volle Kontrolle über die Meerenge zu haben. „Sie gehört uns“, sagte Präsident Donald Trump vor Reportern. Irgendwann würden die Iraner „vielleicht etwas unternehmen, und dann werden sie hinweggefegt“. Aber die USA befänden sich im Moment in einer sehr guten Position. „Wir haben die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus. Sie haben keine Kontrolle.“Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte am Abend auf der Plattform X berichtet, die Angriffe und Schikanen durch die iranischen Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an – und seien der Beweis, dass Iran seine Präsenz entlang wichtiger Transitrouten behaupten und den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Es bestehe weiterhin das Risiko von treibenden oder nicht kartierten Minen. Handelsschiffe verkehrten weiter nur auf reduziertem Niveau. Trump sagte weiter, er vertraue Iran nicht. „Sie haben mich ständig belogen.“ Die Islamische Republik sei dank des von den USA geführten Krieges nicht länger der „Tyrann im Nahen Osten“. Ian LieschUS-Hubschrauber beschießt Tanker in Golf von OmanDas US-Militär hat einen Tanker bei dem Versuch beschossen, die amerikanische Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Ein Helikopter des Typs MH-60 habe zwei Hellfire-Raketen auf das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff „M/V Vela Nova“ gefeuert, als es auf einen iranischen Hafen zusteuern wollte, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Zuvor habe die Besatzung „wiederholte Warnungen“ ignoriert. Zunächst war unklar, ob bei dem Vorfall Menschen verletzt oder getötet wurden.Zuvor hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) von einem Zwischenfall im Golf von Oman berichtet. Dabei seien ein Containerschiff und Streitkräfte ohne Nennung eines Landes involviert, hieß es.Die USA blockieren seit Mitte Juli wieder iranische Häfen und Küstengebiete. Ziel der Blockade ist es unter anderem, Teheran Einnahmen aus dem Ölexport zu verwehren. Schiffen wird nicht erlaubt, iranische Häfen anzusteuern oder von dort abzulegen. In der Folge war es immer wieder zu Beschuss von Schiffen gekommen, auch wurden Tanker zu einer Kursänderung gedrängt.Jemen: Tote nach Huthi-Angriff auf Schiff nahe Rotem MeerBei einem Angriff der Huthi-Miliz auf ein Schiff nahe der Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer sind nach Angaben der jemenitischen Regierung drei Besatzungsmitglieder getötet worden. Ein Schiff sei am Dienstag von einer ballistischen Rakete getroffen worden und daraufhin in Brand geraten, sagte der stellvertretende Informationsminister Fajad al-Numan der Deutschen Presse-Agentur. Eine regierungsnahe Truppe hatte zuvor über den Angriff berichtet. Die drei Getöteten stammten demnach aus Pakistan und Indonesien. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht zu den Berichten.Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen hatte sich zuletzt erneut zugespitzt. Die Huthi greifen in dem Rahmen auch immer wieder Schiffe im Roten Meer und der für den internationalen Handel wichtigen Meerenge Bab al-Mandab an. Die Basidsch-Miliz soll zum Spitzelnetzwerk werden Irans Oberster Führer Modschtaba Khamenei hat den früheren Geheimdienstchef Hossein Taeeb zum neuen Chef der Freiwilligenmiliz Basidsch ernannt. Damit betraut Khamenei einen seiner engsten Verbündeten mit der Aufgabe, jegliche Unruhen im Land zu unterdrücken. Taeeb hatte im März entscheidend dazu beigetragen, dass der Sohn des getöteten Obersten Führers Ali Khamenei zu dessen Nachfolger gewählt wurde. Der frühere Geheimdienstchef stand schon einmal an der Spitze der Basidsch, als die Miliz 2009 Massenproteste gewaltsam niederschlug. Nun soll er die Organisation mithilfe moderner Technologie zu einem Spitzelnetzwerk „gegen feindliche Bedrohungen“ ausbauen. Neben Taeeb hat Khamenei am Montagabend etliche andere Posten im Sicherheitsrat formell besetzt. In den meisten Fällen wurden die amtierenden Kommandeure bestätigt. Mit den Personalentscheidungen tritt der neue Oberste Führer erstmals aus dem Schatten der Revolutionsgarde. Offenbar sind sie ein erster Schritt, um seine Macht zu konsolidieren. Trump fordert Entschädigung von TeheranUS-Präsident Donald Trump fordert von Iran Entschädigungszahlungen für die ⁠Opfer des Konflikts mit den USA und Israel. Die iranische Führung müsse für „all die Menschen, die sie getötet und schwer verwundet hat“, Schadenersatz leisten, erklärt Trump. Er reagiert damit auf iranische Forderungen nach ‌Entschädigungen für Kriegsschäden.Khamenei besetzt Spitzenposten in der Armee neuIrans Oberster ⁠Führer Modschtaba Khamenei besetzt sechs Spitzenposten bei der Revolutionsgarde und den Streitkräften neu. Wie aus einer schriftlichen Botschaft auf den Social-Media-Kanälen Khameneis hervorgeht, wird unter anderem Generalmajor ‌Ali Abdollahi neuer Generalstabschef der Streitkräfte. Zum Oberbefehlshaber der Revolutionsgarde ernennt Khamenei Brigadegeneral Ahmad Wahidi. Iran geht auf Trumps Schachvergleich einIrans Außenamtssprecher Ismail Baghai hat einen Schachvergleich von Donald Trump gekontert. Baghai griff Trumps Vorlage auf und sagte laut iranischen Medien während einer Pressekonferenz in Teheran: Ob nun eher unauffällig oder im Rampenlicht – die Iraner hätten bewiesen, dass sie professionelle Schachspieler seien. Der US-Präsident hatte am Sonntag im Gespräch mit dem Nachrichtenportal „Axios“ Zuversicht geäußert und zum Hin und Her der diplomatischen Bemühungen mit Iran gesagt: „Es wird sich regeln. Es regelt sich immer. Es ist wie eine Schachpartie.“ Hintergrund der Äußerungen waren weitreichende Forderungen des Nationalen Sicherheitsrats Irans an die US-Regierung, bevor die Straße von Hormus wiedereröffnet wird. Baghai sagte laut iranischen Medien zudem, Iran arbeite gemeinsam mit Oman an „Mechanismen zur Überwachung der Sicherheit, zum Schutz der Umwelt und zur Bekämpfung der Kriminalität auf See“. Für die maritimen Dienstleistungen für Schiffe würden entsprechende Gebühren und Entgelte erhoben. Uli PutzHuthi-Rebellen greifen erneut Hafenstadt im Jemen anDie von Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen haben erneut die an der Westküste Jemens liegende Hafenstadt Mokka angegriffen. Die Armee teilte am späten Abend auf der Plattform X mit, die Huthi-Miliz habe ballistische Raketen und Drohnen auf ein Wohnviertel der von der Regierung kontrollierten Stadt geschossen. Die Luftabwehr habe einige Drohnen abgefangen. Bei einem Angriff der Miliz zuvor seien sieben Zivilisten und Militärangehörige getötet und weitere Menschen verletzt worden, teilte die Armee weiter mit. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari erklärte auf der Plattform Telegram, der Angriff habe saudi-arabischen Truppen und Waffenlagern in der Stadt gegolten. Mokka liegt nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab, die für die Schifffahrt den Eingang zum Roten Meer bildet. Iran erteilt direkten Gesprächen mit den USA eine AbsageIran führt ​nach den Worten von Außenminister Abbas Araghtschi keine ⁠direkten Gespräche mit den USA. Man werde keine Verhandlungen aufnehmen, solange Washington gegen ein im ‌Juni unterzeichnetes Übergangsabkommen verstoße, sagte Araghtschi am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Mehr. Die Gespräche zwischen ‌beiden Seiten ‌liefen jedoch über Vermittler weiter.Zudem äußerte sich der Minister zu der für den Welthandel wichtigen Straße von ​Hormus. Ein Abkommen ⁠mit Oman stehe kurz vor dem Abschluss, wie die ​Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Dies bedeute jedoch keine Wiedereröffnung ⁠der strategischen Meerenge. Vielmehr lege die Vereinbarung die neuen Schifffahrtsrouten fest, die nach einer Wiedereröffnung der Meerenge ⁠genutzt werden ⁠sollen. Eine solche Wiedereröffnung hänge aber davon ab, ⁠dass ​die ⁠USA weitere, nicht näher bezeichnete ​Bedingungen erfüllten.Washington will Vorkriegsniveau in Straße von HormusDem amerikanischen Vizepräsidenten J.D. Vance zufolge verfolgen die Vereinigten Staaten das Ziel, beim Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus wieder das Vorkriegsniveau herzustellen. Das sagte der Republikaner dem amerikanischen Sender Fox News auf die Frage, was bei einem hypothetischen Abkommen ein akzeptabler Status quo für die Meerenge wäre. Vance gab an, dass die Iraner das zugesagt hätten und auch die Golfstaaten das wollten. Gleichzeitig sagte er auch, dass die USA darauf nicht vertrauten. In den vergangenen Wochen hätten die Iraner und die Golfstaaten, insbesondere Oman, darüber gesprochen, wie man einen sicheren Schiffsverkehr gewährleisten könne. Das Problem ist laut Vance vor allem, dass die Iraner zu Beginn des Kriegs eine große Anzahl an Minen verlegt hätten. Aktuell arbeite man daher daran, wie man einen Mechanismus für eine sichere Schifffahrt dort einrichten könne. Vance zufolge schließt das sowohl eine Minenräumung als auch Zusagen Irans ein, keine Handelsschiffe anzugreifen. Der Vizepräsident sprach von einigen in den vergangenen Tagen erzielten Fortschritten, gab aber auch zu erkennen, dass man aus amerikanischer Sicht noch nicht am Ende sei. Er bekräftigte in dem Gespräch auch die bekannte Darstellung, dass Washington im Austausch mit Teheran stehe. Mehr ladenTickarooLive Blog Software