Ein schwer kranker amerikanischer Soldat wird nach jahrelanger russischer Haft freigelassenRobert Gilman sass vier Jahr in einem Gefängnis in Russland. Präsident Donald Trump feiert nun, dass Moskau einer Freilassung zugestimmt hat – angeblich ohne eine Gegenleistung.12.08.2026, 08.37 Uhr2 LeseminutenRobert Gilman ist laut NGO-Angaben derzeit in sehr schlechtem gesundheitlichen Zustand. Aufnahme von 2024.Andrey Arhipov / Imago(dpa) / boh. Nach mehr als vier Jahren in russischer Haft ist der Amerikaner Robert Gilman nach Angaben von Präsident Donald Trump freigelassen worden. «Nach meinen Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin hat Russland seiner Freilassung aus humanitären Gründen zugestimmt», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er betonte, dass es keinen Gefangenenaustausch gebe und Moskau keine Gegenleistung verlangt habe.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Nach Angaben der gemeinnützigen Organisation Global Reach, die sich für die Freilassung eingesetzt hatte, ist Gilman am 17. Januar 2022 festgenommen worden. Am 30. Juni sei Robert aus dem Gefängnisspital in ein ziviles Krankenhaus in Woronesch verlegt worden. Mitarbeitende des Spitals schilderten Roberts Zustand als «kritisch und lebensbedrohlich», wie Global Reach mitteilt.Laut Global Reach war Gilman vor seiner Ausreise aus Russland 47 Tage lang kaum ansprechbar gewesen. Sein schlechter Zustand sei eine Folge der Misshandlungen gewesen, denen er ausgesetzt gewesen sei. Er sei über eine Sonde ernährt und an ein Bett gefesselt worden. Gilman war einer von mindestens zehn amerikanischen Bürgern, von denen bekannt ist, dass sie in Russland inhaftiert sind.Trump hat nach eigenen Angaben mit Gilman telefoniert, der sich für seine Rückkehr in die Vereinigten Staaten «einen guten Cheeseburger» gewünscht habe. Gilman soll am Dienstag (11. 8.) von Russland in die USA geflogen worden sein. Laut der Nachrichtenagentur Reuters ist er nun in einem Rehabilitierungs-Zentrum in Texas.Mysteriöse VorgeschichteRobert Gilman hat nach Angaben der gemeinnützigen Foley Foundation beim Marinekorps der Vereinigten Staaten gedient und ist während einer Zugreise durch Russland erkrankt. Statt medizinische Hilfe zu bekommen, sei er auf eine Polizeiwache gebracht worden. Dort sei er dann mit mehreren Anklagen konfrontiert worden.Die russische Darstellung sieht anders aus. Laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass ist Gilman wegen Trunkenheit und aggressiven Verhaltens am Bahnhof der Stadt Woronesch festgenommen worden und hat auf der Wache einen Mitarbeiter geschlagen. Er sei erst zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden, die später um ein Jahr verkürzt worden sei. Wegen weiterer Vorwürfe von Angriffen gegen Beamte während der Haftzeit sei die Haftdauer allerdings um mehrere Jahre verlängert worden.Die Organisation Global Reach zitierte Gilmans Schwester Lexie Hudson mit den Worten: «Die Russen haben meinen Bruder so schlecht behandelt. Sie haben ihn grundlos verletzt, nur weil er Amerikaner und ein Marine war.»Passend zum Artikel
Vier Jahre Haft in Russland: US-Marine Gilman kehrt zurück
Vier Jahre lang sass Robert Gilman in einem Gefängnis in Russland. Präsident Trump feiert nun, dass Moskau einer Freilassung zugestimmt hat – angeblich ohne eine Gegenleistung.










