Dienst an der Waffe? Leckt mich, sagen viele und verweigern. Allein im Juli gingen beim zuständigen Amt in Köln fast 2.500 neue Anträge ein.
Kein Bock auf Strammstehen: Immer mehr Jugendliche schreiben fleißig Verweigerungsanträge
Julian Stratenschulte/dpa
epd/taz | Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt deutlich. War in den vergangenen Jahren mutmaßlich vor allem die veränderte Sicherheitslage nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 ein wesentlicher Grund, so haben sich die Antragszahlen mit dem Start der Wehrerfassung aller 18-Jährigen zu Jahresbeginn noch einmal stark erhöht.
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 sind insgesamt 8.302 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln eingegangen, teilte eine Sprecherin dem Evangelischen Pressedienst mit. Allein im Juli müssen damit fast 2.500 neue Anträge in Köln eingetrudelt sein. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr gab es nur 3.879 Anträge.







