Der Reisekonzern Tui hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres aufgrund der Belastungen durch den Irankrieg weniger verdient als am Finanzmarkt erwartet. Das bereinigte Betriebsergebnis sank von April bis Juni gegenüber dem starken Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 234 Millionen Euro. Analysten hatten nach Daten von LSEG im Schnitt mit 275 Millionen Euro bei einem leicht auf 5,98 Milliarden Euro gesunkenen Umsatz gerechnet.
Auch der Erlös schrumpfte stärker als erwartet auf 5,8 Milliarden Euro. Unsicherheit und steigende Kosten durch den Krieg und die schwache Konjunktur ließen Verbraucher mit Buchungen zögern.Gewinnprognose bestätigt„2026 ist kein normales Jahr“, sagte Tui-Chef Sebastian Ebel (63). „Die Nachfrage bleibt auch in geopolitischen Krisenphasen bestehen – wird jedoch kurzfristiger.“ Das Marktumfeld für den Anbieter von Pauschal- und Individualreisen, Kreuzfahrten und Urlaubsunternehmungen sei schwierig. In den vergangenen vier Wochen zogen die Buchungen aber wieder an.
Der Tourismus in Europa erlebt derzeit einen unruhigen Sommer mit hohen Kerosinpreisen infolge des Irankrieges, Hitzewellen und Waldbränden in Spanien, Frankreich, Portugal und Griechenland. Traditionelle Pauschalreiseziele blieben davon weitgehend verschont.












