Es ist Punkt 13 Uhr, als sich eine Gruppe junger Menschen in einer Seitenstraße des Stadtzentrums formiert. Fünf, sechs Leute pro Trupp, alle in roten Westen. „Niemals alleine, immer gemeinsam“ steht darauf.
Der Spruch klingt nach Beistandsformel, und an diesem Dienstag ist er auch praktisch gemeint: Ein paar Straßen weiter macht die AfD einen Infostand, um 14.30 Uhr in der Leipziger Straße. Die Organisatorin hat es beim Briefing gerade eben gesagt: Bitte nicht allein unterwegs sein, wenn die Weste an ist. Notfalls das Aktionstelefon anrufen. Genossin Natalie sitzt am anderen Ende der Leitung.
Der Himmel über der nördlichen Hallenser Innenstadt ist wolkenlos, kühle 23 Grad, ein Wetter, das sich Wahlkämpfer sonst nur ausmalen. Junge Familien wohnen hier, Rentner, Migranten. Neubauten aus den 2010er-Jahren stehen neben weiß leuchtenden Mietskasernen aus der Gründerzeit.
Aufwendige Logistik: Für den Haustürwahlkampf in der Großstadt trommelt die Partei Genossen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen.
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