Administratoren, die Microsoft SharePoint Server in ihrer Infrastruktur betreiben, sollten prüfen, ob sie die Mai-Updates installiert haben. Denn die hochriskante SharePoint-Lücke CVE-2026-45659 (CVSS 8.8, Risiko „hoch“), die Angreifern das Einschleusen und Ausführen von Schadcode ermöglicht, wird jetzt aktiv für Ransomware-Kampagnen ausgenutzt.

Das geht aus einem Update im Known Exploited Vulnerabilities Catalogue der US-Behörde CISA (Cybersecurity & Infrastructure Security Agency) vom Dienstag hervor. Nähere Informationen zu den Einbrüchen liegen heise security derzeit nicht vor. Microsoft hat die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn noch nicht bestätigt. Der SharePoint-Anbieter hat Ende Mai entsprechende Sicherheitsupdates für SharePoint Enterprise Server 2016 (das auch für Sharepoint Server 2016 anzuwenden ist), SharePoint Server 2019 sowie die Server Subscription Edition bereitgestellt.

Doch haben Scans der Shadowserver Foundation am Montag mehr als 200 IP-Adressen gefunden, unter denen über das Internet zugängliche und ungepatchte SharePoint-Server erreichbar sind. Etwa die Hälfte davon ist den USA zugeordnet, zirka ein Viertel Europa. Für Deutschland weist die Statistik aktuell rund ein Dutzend solcher ungesicherten SharePoint-Server aus, für Österreich und die Schweiz niedrige einstellige Zahlen. Es könnte zusätzliche Fälle geben, die bei den Scans nicht gefunden oder erkannt worden sind. Anfang Juni sah Shadowserver noch gut 1.100 ungepatchte Sharepoint-Instanzen online.