Hitze und Trockenheit bedrohen die Existenz von Biobetrieben in Süddeutschland. Deshalb dürfen sie nun auch konventionelles Grünfutter für Tiere kaufen.

Kühe auf einer trockenen Weide in Baden-Württemberg

Boris Roessler/dpa

Es ist eine Notfallverordnung: Baden-Württemberg und Bayern haben der Biolandwirtschaft erlaubt, auch Grünfutter einzukaufen, das konventionell angebaut ist. Grund ist ein erheblicher Mangel an Futtermitteln aufgrund der extremen Dürre.

Manche Landwirte hätten vor einigen Wochen schon begonnen, ihre Reserven zu verfüttern, die eigentlich für den Winter gedacht waren, sagt die baden-württembergische Landwirtschaftsministerin Marion Gentges (CDU). Da nach Biostandards angebautes Futter nochmals schwerer zu bekommen ist als konventionelle Kost, wolle das Land den betroffenen Betrieben nun neuen Freiraum verschaffen, um sie zu entlasten.