Wer in den Neunzigerjahren ein digitales Geschäftskonzept präsentierte, stieß bei potenziellen Geldgeber:innen oft auf Unverständnis. Das erlebte auch Jeff Bezos, als er für den von ihm gegründeten Online-Buchhändler Amazon aus dem US-amerikanischen Seattle das erste größere Startkapital einsammeln wollte.Anzeige

Wie der Unternehmer kürzlich in einem Interview auf dem DealBook Summit der Tageszeitung The New York Times erzählte, war der Weg zur ersten soliden Finanzierung äußerst steinig. Um eine Million US-Dollar zu erhalten, musste Bezos nach eigenen Angaben rund 60 Treffen mit Investor:innen absolvieren.

Die harte Suche nach dem Startkapital

Von diesen 60 Gesprächen endeten rund 40 mit einer handfesten Absage für den ambitionierten Gründer. Diese Ablehnungen seien laut Bezos harte Arbeit gewesen, da sie oft erst nach mehreren Folgemeetings und intensiven Diskussionen ausgesprochen wurden.Anzeige

Lediglich etwa 22 Angel-Investoren entschieden sich im Jahr 1995 für ein finanzielles Engagement bei dem jungen Unternehmen. Sie zahlten jeweils rund 50.000 Dollar und erhielten dafür etwa ein Prozent der Firmenanteile, da die Gesamtbewertung zu diesem Zeitpunkt bei lediglich fünf Millionen Dollar lag.