Die EU importiert immer weniger Flüssigerdgas (LNG). Laut Daten des europäischen Netzbetreiberverbands Entsog erreichten die LNG-Einfuhren der EU im Juli mit 88.855 GWh den niedrigsten Stand seit August 2024 (damals 77.450 GWh). Auch insgesamt gingen die Gasimporte der EU im Juli mit 269.024 GWh im Vergleich zum Vorjahresmonat (302.541 GWh) deutlich zurück.Gleichzeitig sind die europäischen Gaspreise sprunghaft angestiegen. Der europäische Gasreferenzpreis TTF kletterte am Montag um mehr als zehn Prozent und lag bei 60,8 Euro je Megawattstunde (MWh). Grund dafür ist laut einem Bloomberg-Bericht die Tatsache, dass die Händler trotz der Gespräche zwischen Iran und Oman über die Wiedereröffnung der Straße von Hormus nicht daran glauben, dass sich die globalen LNG-Lieferungen bald wieder normalisieren. Für die EU könnte das problematisch werden: Die europäischen Gasspeicher sind aktuell so leer wie seit Jahren nicht mehr – eine ausreichende Befüllung vor dem Winter wird dadurch immer schwieriger.

Gashändler zweifeln an Wiederöffnung der Straße von Hormus

Die LNG-Versorgung Europas gestaltet sich zunehmend schwieriger. Seit Beginn des Iran-Kriegs sind die Importmengen der EU spürbar nach unten gegangen. Durch den anhaltend erschwerten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und den Ausfall der Lieferungen aus Katar fehlen derzeit 20 Prozent der weltweiten LNG-Mengen.