Wein liegt ihr im Blut. Ihr Großvater schenkte ihr bereits zur Einschulung einen eigenen Weinstock. Luise Puhlmann war mit 19 Jahren die jüngste Bewerberin bei der diesjährigen Wahl der Sächsischen Weinkönigin. Sie hilft seit ihrer Kindheit aktiv im familieneigenen Weinberg des Gutes Henke mit. Und sie hat eine Mission. Sie möchte die Brücke schlagen zwischen der Weinbautradition und den modernen Marketing-Strategien des Social Media-Zeitalters.

Sächsische Weinprinzessinnen sind Josephine Sander aus Hohenstein-Ernstthal, die eine Winzerausbildung auf Schloss Proschwitz absolviert, und Marketingstrategin Jessica Löffler aus Dresden.

Alle sieben Kandidaten mussten sich vier verschiedenen Aufgaben stellen. Ihre Fachkenntnisse rund um den Wein wurden getestet, sie haben einen Wein beschrieben und spontan ein Grusswort formuliert. Aufgaben, die das Tagesgeschäft der Weinhoheiten auch künftig bestimmen werden. Mehr als 100 Termine gilt es für sie im kommenden Jahr zu absolvieren.

Erstmals mit männlicher Bewerbung

Die letzte Wahl der Sächsischen Weinkönigin fand 2024 statt. „2025 hatten wir eine Krise, und wir haben die Krise als Chance genutzt“, sagt der Vorsitzende des Sächsischen Weinbauverbandes, Felix Hößelbarth. Vor einem Jahr fiel die Wahl aus. Der Grund war ein akuter Bewerbermangel. Auch deshalb wurde das Kandidatenfeld geöffnet. Seit 2026 können sich nun erstmals nicht nur Frauen, sondern auch Männer zur Wahl stellen.