DEIN SPIEGEL: Was war bisher dein schönster Moment als Sportler?Neugebauer: Da gab es viele schöne. Der beste Moment war vielleicht, als ich voriges Jahr die Weltmeisterschaft in Tokio gewonnen habe. Davor hatte ich bei den Olympischen Spielen in Paris schon Silber geholt. Aber Gold hat sich noch mal anders angefühlt.
DEIN SPIEGEL: Gab es auch einen Wettkampf, nachdem du so richtig enttäuscht warst?Neugebauer: Zur Weltmeisterschaft in Budapest 2023 bin ich als Weltjahresbester angereist. Das heißt, ich hatte in diesem Jahr die meisten Punkte bei Wettkämpfen erzielt. Bei der WM wollte ich unbedingt eine Medaille holen, wurde aber nur Fünfter.DEIN SPIEGEL: Hast du aus der Niederlage etwas gelernt?Neugebauer: Nach dem ersten Wettkampftag, der super lief, bekam ich viele Nachrichten aufs Handy. Ich hatte neue Follower auf Instagram, die Leute beglückwünschten mich und spornten mich an. Das war schön, hat aber auch sehr viel Druck aufgebaut. Am zweiten Tag konnte ich mein Niveau nicht halten. Jetzt lege ich das Handy einfach weg.
DEIN SPIEGEL: Wie erholst du dich nach einem Wettkampftag?Neugebauer: Ich mache viel Stretching und leichtes Joggen. Dann gönne ich mir was zum Essen, das mir richtig guttut. Zum Beispiel auch mal Pizza, am liebsten mit Salami, Schinken oder Pizza Hawaii. Im Zehnkampf gibt es im Vergleich nur wenige Wettkämpfe, weil es einfach wahnsinnig anstrengend ist, zehnmal Höchstleistung zu bringen. Ich mache nur etwa drei bis vier im Jahr.











