Noch bevor man die aasig-alerte Art vor Augen hat, mit der Gerd Anthoff notorische Kotzbrocken wie den Toni Rambold im „Bullen von Tölz“ spielt, ist da seine Stimme: dieses warme, sonore Organ, mit dem er sein Gegenüber sofort einwickeln kann, obwohl – oder gerade weil – darin immer auch so eine bajuwarische Hinterfotzigkeit mitschwingt. Das Anthoff-Timbre ist ein ganz spezielles. Der Schauspieler kann es so wachsweich wie gefährlich klingen lassen und ist damit auch ein perfekter Vorleser, insbesondere von bayerischer Literatur. Ludwig Thomas „Heilige Nacht“ oder die Geschichten Oskar Maria Grafs klingen aus seinem Mund geradezu idealtypisch. Überhaupt: „Gerd Anthoff liest ...“ ist als Lesungs-Label ein echtes Qualitätsprädikat.
Gerd Anthoff feiert 80. Geburtstag: Ehre dem Ekelpaket
Ob in der Serie „Der Bulle von Tölz“ oder als Chef von Senta Berger in „Unter Verdacht“: Gerd Anthoff ist als Fiesling grandios. Eine Gratulation






