Bei fast jedem achten privaten Fahrzeugwechsel in Deutschland wird inzwischen ein Auto mit Verbrennungsmotor durch ein E-Auto ersetzt. Das zeigt eine Auswertung der Versicherung HUK-Coburg. Von allen Privatkunden, die im zweiten Quartal ihr bei der HUK versichertes Auto wechselten, stieg demnach annähernd jeder achte (zwölf Prozent) von einem Auto mit Verbrennungsmotor auf einen reinen Stromer um.

Vor Beginn des Irankriegs und den daraufhin stark steigenden Spritpreisen lag die Quote nur etwa halb so hoch (6,3 Prozent im Januar und Februar 2026). Die HUK sieht daher einen Zusammenhang zwischen den Kosten für Sprit und Wunsch, auf ein E-Auto umzusteigen.Besonders auffällig ist die Entwicklung laut der Versicherung im Bereich der Gebrauchtwagen. Dieser Markt ist in Deutschland mehr als doppelt so groß wie der Neuwagenbereich und lag bei Elektroautos bislang deutlich zurück. Im vergangenen Quartal aber ist der Elektroanteil in diesem Segment auf 7,9 Prozent gestiegen – und liegt damit bei mehr als dem Doppelten des Vorjahresquartals.

Tendenz zum E-AutoDie Ergebnisse einer bundesweit repräsentativen Befragung zeigen laut der HUK deutlich einen Zusammenhang zwischen gestiegenen Spritpreisen und häufigeren Wechseln zu E-Autos. Die Umfrage hatte die Versicherung in Auftrag gegeben. In diesem Jahr gibt es auch wieder eine staatliche Förderprämie für E-Autos, die für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen gilt. Es sind bereits mehr als 100.000 Anträge für die Prämie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingegangen.