Vier wissenschaftliche Kurzstudien zum Deutschland-Stack fördert dieses Jahr das Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung (NEGZ). Sie sollen klären, wie die Verwaltung überholte Arbeitsweisen überwinden kann, wie sich der Deutschland-Stack auf konkrete Planungs- und Genehmigungsverfahren übertragen lässt, welche Rolle Open Source dabei spielt und schließlich, wie ein föderaler Staat eine gemeinsame Infrastruktur steuern und kontinuierlich weiterentwickeln kann.

Beim Deutschland-Stack handelt es sich um die geplante gemeinsame Grundlage für digitale Verwaltungsleistungen. Er besteht aus vielen verknüpften Bausteinen, also aus Basisdiensten, Standards, Schnittstellen, Plattformen und Regeln für den Betrieb und die Weiterentwicklung. Das NEGZ ist ein Verein, der die Digitalisierung der deutschen Verwaltung vorantreiben will. Dazu vernetzt er Experten aus der Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.

Basanta E. P. Thapa, Geschäftsführer des NEGZ, betont, dass der Deutschland-Stack „mehr als eine technische Architektur“ ist. Erfolgreich könne er nur sein, „wenn Organisationen sich verändern, bestehende Lösungen sinnvoll eingebunden werden und klare Regeln für Zusammenarbeit und Weiterentwicklung bestehen“.