Punkt 9 Uhr sollte Ballermann-Sängerin Melanie Müller am Dienstagmorgen wegen Urkundenfälschung vor dem Amtsgericht Leipzig erscheinen. Doch der Verhandlungstermin wurde kurzfristig abgesagt.

„Frau Müller hat ein Attest vorgelegt, sie ist erkrankt“, erklärte eine Gerichtssprecherin auf OAZ-Anfrage. Ein neuer Verhandlungstag wird terminiert. Nach ihrer Verurteilung wegen eines Hitlergrußes sollte sich die Leipzigerin und frühere RTL-Dschungelkönigin am Dienstag ursprünglich wegen eines angeblich gefälschten Behindertenausweises verantworten.

Müller wird vorgeworfen, bei einem Termin am Amtsgericht Leipzig im August 2024 einen Wagen auf einem ausgewiesenen Schwerbehindertenparkplatz vor dem Haupteingang des Amtsgerichts geparkt zu haben. Bei dem hinterlegten Behindertenausweis soll es sich laut Staatsanwaltschaft um eine Fälschung gehandelt haben.

Hausdurchsuchung bei Dschungelkönigin

Der Kreis Recklinghausen, auf den der Ausweis ausgestellt war, hatte Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Leipzig erstattet. Daraufhin wurde das Haus von Müller durchsucht. Es sei nach Beweismitteln gesucht worden, hatte eine Polizeisprecherin damals erläutert.