PfadnavigationHomeRegionalesBerlin & BrandenburgNiedrigwasser bremst Freizeitboote an SchleusenStand: 10:04 UhrWegen des Niedrigwassers werden Freizeitboote derzeit häufig gesammelt geschleust. (Symbolbild) Quelle: Bernd Wüstneck/dpaWartezeiten bis zu zwei Stunden: Freizeitkapitäne müssen wegen des Niedrigwassers Geduld an Schleusen aufbringen. Auch im Spreewald ist Wasser sparendes Paddeln angesagt.Niedrigwasser in der Havel löst an Schleusen Wartezeiten für Freizeitkapitäne aus. In der Urlaubszeit sind mehr Sportboote auf Kanälen und Flüssen unterwegs.Der Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Oder-Havel, Ralf-Rüdiger Dimmek, sagte, es seien aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht die erforderlichen Abflussmengen in der Havel zur Verfügung, um lückenlos einzelne Sportboote im Bereich der Freizeitschifffahrt zu schleusen. «Das kann Wartezeiten bis zu zwei Stunden bedeuten». Das betrifft etwa die Obere Havel-Wasserstraße und die Müritz-Havel-Wasserstraße.Es sollen möglichst viele Freizeitboote zusammen geschleust werden. Darüber entscheide das Schleusen-Personal, so Dimmek. «Es ist nicht so geschmeidig wie wenn wir aus dem Vollen schöpfen können.»Wenig Wasser im Spreewald: Schleusen meidenAuch in den Spreewald-Fließen ist die Trockenheit spürbar, die Wasserwege sind aber weiter für den Boots- und Kahnverkehr frei. Paddler sollen jedoch Schleusungen vermeiden und stattdessen etwa Bootsrollen für ein Umsetzen der Paddelboote an Land nutzen, wie die Stadt Lübben mitteilte. Sie weist auch auf den Naturschutz hin: Uferkanten sollten nicht beschädigt, Wasserpflanzen und Ufervegetation geschont werden. «Niedrige Wasserstände stellen insbesondere für das sensible Ökosystem des Spreewaldes eine besondere Herausforderung dar.»dpa-infocom GmbH