Der Energiekonzern Uniper blickt nach den ersten sechs Monaten mit mehr Zuversicht auf das Gesamtjahr. Die Ergebnisprognosen würden bestätigt und die jeweiligen Untergrenzen angehoben, teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit.Für das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet Uniper nun 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro und damit am unteren Ende 100 Millionen Euro mehr. Der bereinigte Nettogewinn soll zwischen 500 und 600 Millionen Euro liegen, was im schlechtesten Fall 150 Millionen Euro mehr wären als zuvor erwartet.

Im zweiten Quartal setzte sich die positive Dynamik aus dem ersten Jahresviertel fort. So erwirtschaftete Uniper zum ersten Halbjahr im Tagesgeschäft mit 711 Millionen Euro fast 90 Prozent mehr operatives Ergebnis als im Vorjahreszeitraum. Dabei profitierten die Düsseldorfer von einem starken Gasgeschäft, weil in diesem Bereich im laufenden Jahr kostenintensive Umbaumaßnahmen wegfallen. Belastend wirkte hingegen die ungeplante Nichtverfügbarkeit eines schwedischen Atomkraftwerks. Der bereinigte Gewinn des Konzerns verdreifachte sich nahezu auf 388 Millionen Euro.