Der in der wegen seines gescheiterten Investorenplans in der Kritik stehende Fifa-Präsident Gianni Infantino erhält Rückendeckung aus dem Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, der Fußball-Weltverband begehe einen »schrecklichen Fehler«, wenn er auch nur erwäge, Infantino abzulösen.

Trump lobte Infantino, der ihm 2025 einen neu geschaffenen Fifa-Friedenspreis verliehen hatte: »Er ist fantastisch und hat gerade die erfolgreichste Weltmeisterschaft aller Zeiten geleitet«, schrieb Trump. Ohne Infantino werde es »nie wieder solch eine erfolgreiche oder profitable WM geben«.Zuletzt hatte es Berichte gegeben, Infantino habe wegen seines gescheiterten Investorenplans Unterstützung im Weißen Haus gesucht. Die Fifa wies Berichte über Anrufe bei Trump oder anderen Regierungsmitgliedern als »frei erfunden« zurück. Trump sagte demnach, er habe mit Infantino darüber nicht gesprochen.

Angesichts der Empörung begrub Infantino das Vorhaben. Der Machtkampf im Fußball hat mehrere Kontinentalverbände erfasst. Am Montag wandten sich die Dachverbände Europas (Uefa), Asiens (AFC), Nord- und Mittelamerikas sowie der Karibik (Concacaf) in einem offenen Brief gemeinsam an die Öffentlichkeit. Sie bekräftigten ihre Kritik an Infantino, warfen ihm Täuschung vor und forderten weiter einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbands. Die Uefa hält zudem weiterhin am Boykott von Fifa-Turnieren wie der Weltmeisterschaft fest.Infantino hat Trump in der Vergangenheit mehrfach als »großartigen Freund« bezeichnet. Unter Infantinos Ägide vergab die Fifa die WM 2026 an die USA, Kanada und Mexiko. Anfang 2025 war der Schweizer außerdem bei Trumps zweiter Amtseinführung anwesend.