Waldbrand: Bürger sollen möglichst nicht duschen oder badenWegen eines großen Waldbrandes bei Rodenbach und des hohen Wasserbedarfs ruft der Wasserversorger im Main-Kinzig-Kreis die Bevölkerung zum Wassersparen auf. Die Wasserreserven würden für die Brandbekämpfung benötigt, heißt es in einer Warnmeldung des Landkreises am Abend. „Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten.“ Der Verbrauch solle auf „das absolut Notwendigste“ reduziert werden. Der Aufruf richtet sich an die Bewohner von Freigericht, Bruchköbel sowie Langenselbold und Umland. Es gibt mehrere Brände in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach. „Nach bisherigem Stand ist eine Waldfläche von mehreren tausend Quadratmetern betroffen“, sagte ein Polizeisprecher am frühen Abend. Die Kreisbrandinspektion aus dem bayerischen Aschaffenburg, die bei den Löscharbeiten unterstützte, sprach von mindestens 30.000 Quadratmetern Brandgebiet. Die Einsatzkräfte waren auch in der Nacht noch mit den Löscharbeiten beschäftigt. Das Feuer flamme immer wieder auf, hieß es.Uli PutzStundenlange Sperrung wegen Waldbrands - A7 wieder freiNach mehr als zwölf Stunden ist die A7 im Süden Niedersachsens in beide Richtungen wieder befahrbar. Die Polizei hatte die Autobahn, die Göttingen und Kassel verbindet, am Montagnachmittag gesperrt. Dichter Rauch soll von einem Waldbrand bei Hann. Münden (Kreis Göttingen) auf die Autobahn gezogen sein und ein sicheres Befahren der Autobahn unmöglich gemacht haben. Die Reinigungsarbeiten auf der Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Hedemünden und Lutterberg dauerten zum Teil bis in die frühen Morgenstunden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Autobahn könne nun wieder in beide Richtungen befahren werden.Uli PutzHandel fordert Maßnahmen zur Abkühlung der InnenstädteAngesichts zunehmender Hitzetage in Deutschland fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) Maßnahmen zur Abkühlung der Innenstädte wie mehr Bäume oder Sonnensegel. „Stadtzentren verlieren bei Temperaturen von über 30 Grad massiv an Attraktivität“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Nachrichtenagentur AFP. „Die Hitze verdirbt vielen Menschen auch spürbar die Lust auf den Einkaufsbummel in der Innenstadt." Die Kommunen müssten dringend finanziell in die Lage versetzt werden, flächendeckend in Deutschland für Abkühlung in den Innenstädten zu sorgen, forderte Genth. Gefragt seien insbesondere mehr Bäume und Grünflächen. Aber auch mehr offene Wasserflächen und Brunnen seien von zentraler Bedeutung. Zudem gelte es aus der Installation von Schatten spendenden Sonnensegeln in südlichen Ländern zu lernen und ähnliche Modelle umzusetzen. Auch öffentliche Trinkwasserspender seien eine gute Anregung.„Angesichts des Klimawandels werden die Hitzetage in unseren Innenstädten immer weiter zunehmen“, sagte Genth. „Das nimmt den Einzelhandel an seinem Standort Nummer eins zunehmend in den Schwitzkasten.“ Vielerorts sei die wirtschaftliche Lage in den Stadtzentren ohnehin schon alles andere als einfach. Der Einzelhandel sei die zentrale Branche in den Innenstädten, die meisten Menschen kämen in die Stadtzentren des Einkaufens wegen. „Die Innenstadt ist für viele Menschen ein wichtiges Stück Heimat. Die ortsansässigen Geschäfte sind ein unverzichtbarer Teil davon“, sagte Genth. „Das sollten wir nicht leichtfertig verloren geben.“ Die Politik müsse handeln.Uli PutzBehörde: Juli war wärmster Monat in den USA seit Beginn der AufzeichnungenDer Juli war offiziellen Angaben zufolge der heißeste Monat überhaupt in den USA seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 130 Jahren. Im Juli betrug die durchschnittliche Temperatur in den 48 Bundesstaaten ohne Alaska, Hawaii und den US-Überseegebieten 24,9 Grad Celsius, wie die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) am Montag mitteilte. Bislang war der Juli 1936 der heißeste Monat in den USA gewesen.Die anderen drei der heißesten fünf Monate in den USA seit Beginn der Aufzeichnungen waren der Juli 2006, der Juli 2012 und der Juli 2022. Die sogenannten „Dust-Bowl-Sommer“, insbesondere der von 1936, waren durch eine Kombination aus Dürre und extremer Hitze sowie Überpflügung in den Great Plains angeheizt worden. Dabei beeinflusste das heiße, freiliegende Land die Temperaturen in ganz Nordamerika und darüber hinaus.Uli PutzMehr als 70 Prozent Englands von Dürre betroffenFast drei Viertel Englands sind nach Angaben der Regierung in London mittlerweile von einer Dürre betroffen. 71,3 Prozent des Landesteils „befinden sich inzwischen im Dürrezustand, da sich die Lage nach einem trockenen Start in den August weiter verschlechtert hat“, erklärte das britische Umweltministerium am Montag. „Nirgendwo“ im Vereinigten Königreich herrsche noch der Normalzustand.Parks und Felder, die zu dieser Jahreszeit normalerweise grün sind, waren ausgetrocknet und gelb, wie Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigten. Gleichzeitig sanken vielerorts die Flusspegel, und Landwirte warnten vor möglichen Lebensmittelengpässen infolge von Missernten - und das in einem Land, das eigentlich für sein feuchtes Wetter bekannt ist.Dabei war zunächst keine Besserung in Sicht - stattdessen steht dem Land in den kommenden Tagen die fünfte Hitzewelle des Jahres bevor. Niederschläge waren dagegen zunächst nicht vorhergesagt. Dem britischen Wetterdienst zufolge fiel im Juli in England und Wales so wenig Regen wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen - in England waren es nur zehn Prozent der sonst üblichen Regenmenge. Wegen der Dürre haben die Behörden bereits zahlreiche Beschränkungen für Bauern und Bürger erlassen. In einigen Regionen ist es zum Beispiel verboten, Pflanzen mit einem Gartenschlauch zu gießen. Insgesamt sind 27 Millionen Briten von den Wasser-Einschränkungen betroffen.Uli PutzIndustrie drosselt wegen Rhein-Niedrigwasser ProduktionDas anhaltende Niedrigwasser ​im Rhein zwingt erste Unternehmen zu ⁠Produktionskürzungen. Südlich von Kaub drohe ein komplettes Abschneiden der Transportwege, sagte Thomas Puls, ‌Verkehrsexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Da weder Straße noch Schiene die ‌anfallenden ‌Güter aufnehmen könnten, sei die wahrscheinlichste Reaktion der Grundstoffindustrien eine Produktionsreduktion.Der Chemiekonzern Covestro meldete ​bereits Einschränkungen. „Aufgrund der akuten ⁠Niedrigwasserlage ist der Rohstoff- und Warenverkehr derzeit erheblich eingeschränkt“, sagte ​ein Sprecher dem Blatt. Dies wirke ⁠sich inzwischen auch auf ‌die Rohstoffversorgung und die Produktion einzelner Betriebe aus. Eine Verlagerung auf ⁠die Straße ⁠sei dem Sprecher zufolge kaum möglich, da ⁠ein ​einziges ⁠Binnenschiff mit einer Tragfähigkeit ​von 1500 Tonnen rund 60 ‌Lkw-Fahrten ersetze.Ian LieschLandkreis Harz schränkt die Wasserentnahme einDie Wasserentnahme aus Gewässern im Harz ist vom dortigen Landkreis eingeschränkt worden. Die Entnahme von Oberflächenwasser sei von Dienstag an untersagt, die aus dem Grundwasser für Beregnungszwecke eingeschränkt. Die Regelung gelte bis Ende September, wie der Landkreis Harz mitteilte. Nach geringen Niederschlägen im ersten Halbjahr vor allem im Harzvorland sei die Wasserführung in den Gewässern des Landkreises Harz sehr niedrig. Anfang August seien an 16 von 20 Pegeln zu niedrige Werte gemessen worden. Durch die anhaltenden Niedrigwasserstände könnten die in und an Gewässern lebenden Organismen und Pflanzen nachhaltig gestört werden. Es drohe eine Überbeanspruchung der Fließgewässer, erklärte der Kreis.Ian LieschNiedrigwasser: Lkw-Fahrverbot wird weiter gelockertWegen des anhaltenden Niedrigwassers am Rhein und anderen Flüssen wollen nun auch Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw aussetzen. Geplant sei dies ab dem kommenden Wochenende und zunächst bis Ende August, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Verkehrsministeriums. Wie lange die Ausnahmeregelungen in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gelten soll, ließen die jeweiligen Ministerien offen.Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland hatten das Fahrverbot bereits ab dem vergangenen Wochenende vorübergehend gelockert. Sachsen lehnt eine generelle Lockerung ab und verweist auf mögliche Ausnahmegenehmigungen.Bundesverkehrsminister Steffen Bilger will an diesem Mittwoch mit den Ressortchefs der Länder über weitere Entlastungsmaßnahmen beraten. Er werde mit den Landesverkehrsministern digital zusammenkommen, sagte der CDU-Politiker in Kiel. Gesprochen werden solle etwa über den Umgang mit bestimmten Gütern, die nicht länger an den Häfen gelagert werden dürfen. „Da kann man Regelungen flexibilisieren“, sagte Bilger.Uli PutzJuni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nieWesteuropa hat in diesem Jahr den heißesten Juni und Juli seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Die Durchschnittstemperatur für die beiden Monate lag bei 21,62 Grad – und damit über dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2022, wie das EU-Beobachtungsprogramm Copernicus am Montag mitteilte. Der Wert spiegele „die außergewöhnlich anhaltende Hitze“ in diesem Sommer wider, erklärte Copernicus. Die Bodenfeuchtigkeit sei zudem „deutlich niedriger“ als im Juli 2022, als die letzte extreme Dürre Westeuropa heimgesucht hatte. Europa ist der sich weltweit am schnellsten erwärmende Kontinent, und die ersten beiden Sommermonate waren in diesem Jahr von Hitzewellen, Trockenheit und Waldbränden geprägt. Zahlreiche Länder meldeten Temperaturrekorde. Frankreich und Spanien erlebten die schlimmsten Waldbrände seit Langem. Die Pegelstände der Flüsse - insbesondere des Rheins, der Donau und der Seine - waren ungewöhnlich niedrig. In mehreren Ländern kam es zu Beeinträchtigungen im Schiffsverkehr, bei der Bewässerung und der Stromerzeugung.Auch die Ozeane verzeichneten laut dem EU-Beobachtungsdienst im Juli 2026 weltweit die „höchsten jemals für diesen Monat gemessenen Temperaturen“. Bereits im Juni hatten die Weltmeere einen Temperaturrekord erreicht. Spanien: Waldbrand nahe Huelva ausgebrochenHunderte Feuerwehrleute und Soldaten haben am Wochenende in der südspanischen Region Andalusien gegen einen neuen Waldbrand gekämpft. Bis Sonntag breiteten sich die Flammen in der Provinz Huelva immer weiter aus; zuletzt war ein Gebiet von rund 8000 Hektar betroffen.Warum Deutschland mehr nichtfossile Energie brauchtAngesichts der fortschreitenden Klimakrise lohnt es nicht mehr, auf eine Rückkehr zur alten Normalität zu hoffen. Für eine stabile Stromversorgung braucht es stattdessen den Fokus auf die Energieträger, die Deutschland zumindest einigermaßen sicher nutzen kann. Deutschland hat diesbezüglich viel zu tun, kommentiert mein Kollege Lukas Fuhr.Waldbrand am Gardasee ist wieder unter KontrolleÜber der Ortschaft Tignale hat ein Brand am Freitagabend und Samstag rund 50 Hektar Wald zerstört. Dank des Einsatzes mehrerer Löschflugzeuge konnte dieser schnell unter Kontrolle gebracht werden, schreibt mein Kollege Matthias Rüb.Waldbrände in British Columbia – Notstand ausgerufenMehr als 20.000 Menschen mussten in Kanada wegen Waldbränden in Sicherheit gebracht werden. Der Brand erstreckte sich laut der Webseite der zuständigen Waldbrandbehörde bis zum frühen Sonntagmorgen auf eine geschätzte Fläche von 10.341 Hektar. Die Katastrophenschutzministerin der Provinz, Kelly Greene, rief den Notstand aus. Mehr ladenTickarooLive Blog Software