Sachsen und Bayern weiten das Handyverbot aus. Und in Rheinland-Pfalz zeigt die Neubesetzung des Bildungsministeriums Wirkung.

Viele Bundesländer lassen es den Schulen frei, wie sie mit Handys umgehen wollen

Christian Beutler/Keystone/imago

Im neuen Schuljahr gelten in Sachsen, Bayern und Rheinland-Pfalz strengere Regeln für Handys und Smartphones an öffentlichen Schulen. In Sachsen und Bayern galt bislang – wie in anderen Bundesländern – schon ein Verbot privater Geräte an Grundschulen. Das wird nun auf die weiterführenden Schulen ausgeweitet, bis einschließlich der siebten Klasse in Bayern. In Sachsen, wo das Schuljahr kommende Woche startet, sogar bis einschließlich der achten Klasse.

Sachsens Bildungsminister Conrad Clemens (CDU) begründet den Schritt am Montag auch mit den positiven Erfahrungen, die sein Land mit dem Handyverbot an Grundschulen gemacht habe: Viele würden jetzt erst feststellen, wie sehr die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit gelitten hätten. Auch das soziale Miteinander sei verloren gegangen. Clemens kündigte an, dass es neben dem Verbot auch weitere Maßnahmen wie den neuen „Medienpass“ für Schü­le­r:in­nen gebe, um auf die Gefahren von Social Media & Co einzugehen.