Aus für die Missunde III: Die ständig kaputte E-Fähre am Meeresarm Schlei in Schleswig-Holstein soll ersetzt werden – durch ihre Vorgängerin.
Schauspiel mit Seltenheitswert: Die Fähre fährt
Frank Molter/dpa
Urlaubszeit an der Schlei: Autos und Menschen mit Fahrrädern stehen von dem Anleger der Fähre Missunde III, die den Ostseearm an einer Schmalstelle zwischen den Orten Missunde und Brodersby quert. Dass die Fähre fährt, ist eine Nachricht. Denn das erst wenige Jahre alte Schiff musste aus unterschiedlichen Gründen immer wieder pausieren, zum Ärger von Einheimischen und der Tourismusbranche.
Trotz aller Kritik hielt die Landesregierung lange an der Missunde III fest. Nun teilte das Verkehrsministerium mit: Am Ende der Sommersaison ist Schluss. Anstelle des neuen Schiffs kommt die Vorgängerin Missunde II zurück. Die soll mittelfristig durch einen Neubau ersetzt werden. Die Kosten liegen in Millionenhöhe. Das Land prüft Schadensersatz-Klagen.











