Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat einen 54-jährigen Mann zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, weil er ein Mädchen auf den Philippinen via Internet über Jahre schwer missbraucht hat. Der Angeklagte hatte die Taten zu Prozessbeginn weitgehend eingeräumt: »Die Anklage ist im Wesentlichen richtig«, ließ er seinen Verteidiger verlauten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Cyberkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg hatte elf Jahre Haft für den Mann gefordert, die Verteidigung nicht mehr als sechs Jahre. Die Beweisaufnahme fand in Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.Der Verurteilte hatte über WhatsApp Anweisungen an das Mädchen und dessen Mutter gegeben. Sie sollten sexuelle Handlungen an sich selbst, an anderen Kindern und an Erwachsenen vornehmen und dies per Video und Foto aufnehmen. Der Mann soll dafür Beträge zwischen 10 und 70 Euro bezahlt haben. Das Gericht sah rund 80 Fälle als erwiesen an.In zwei Fällen wurde der Missbrauch laut Anklage auch live gestreamt. Vor Gericht sagte ein Ermittler allerdings, es habe auch etwa 40 Videoanrufe zwischen dem Mann und dem Mädchen gegeben. Deren Inhalt sei aber unbekannt.
Nürnberg: Kindesmissbrauch übers Internet – Mann zu sieben Jahren Haft verurteilt
Sie sollte sexuelle Handlungen an sich und anderen vornehmen und diese aufnehmen: Über WhatsApp missbrauchte ein nun verurteilter Mann ein Mädchen aus den Philippinen, zweimal wurde die Gewalt auch live gestreamt.







