Besonders arme Haushalte spüren die seit Beginn des Irankrieges gestiegenen Inflationsraten. Auch die Kluft beim Einkommen wächst.
Immer ungleicher verteilt in Deutschland: Euroscheine im Portemonnaie
Wolfilser/imago
Die Preisschocks infolge des Irankriegs treffen besonders einkommensschwache Haushalte sowie ältere Menschen. Während das ärmste Zehntel der Bevölkerung durch die seit dem Beginn des Krieges gestiegene Inflation im Schnitt 2,87 Prozent ihrer Kaufkraft eingebüßt hat, sind es beim reichsten Zehntel nur 0,65 Prozent. Dies hat das Münchner ifo Institut in einer am Montag veröffentlichten Studie berechnet. Demnach stieg auch die Ungleichheit.
Für ihre Studie verglichen die ifo-Forschenden ihre ursprünglichen Inflationsprognosen mit den nach dem Krieg geschätzten Teuerungsraten und analysierten, wie diese sich auf die einzelnen Haushaltstypen auswirkten. So ging das Institut vor der Eskalation von einem Anstieg der Energiepreise in diesem Jahr von 0,9 Prozent aus, mittlerweile halten sie 8,3 Prozent für realistisch. Für nächstes Jahr gingen sie zunächst von 0,4 Prozent aus, jetzt sind es 2,7 Prozent.







