Bei einer Verpuffung in einem Haus in der Nähe des Schützenfests in Kirchhundem im Sauerland sind am Sonntagnachmittag acht Personen verletzt worden. Sechs von ihnen erlitten leichte Verletzungen, zwei schwere. Eine Person zog sich so starke Verbrennungen zu, dass sie mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Bochum geflogen werden musste. Lebensgefahr bestehe aber auch in diesen Fall nicht, hieß es. Weitere Personen oder gar Besucher des Schützenfests kamen nicht zu Schaden.Warum es zu der Verpuffung kam, war zunächst unklar. Nach einem Bericht des WDR soll ein Mitglied des sogenannten Böllerklubs in dem Haus wohnen. Aufgabe des Böllerklubs ist es, in großem Abstand zum Schützenfest Salutschüsse aus einer Kanone abzufeuern, wofür Schwarzpulver zum Einsatz kommt.Am Montagnachmittag bestätigten die Ermittler, dass Mitglieder des Klubs in dem Gebäude mit dem Sprengstoff hantieren. Inwieweit „unsachgemäßer Umgang mit Sprengstoff“ eine Rolle gespielt habe, müsse aber noch ermittelt werden, hieß es. „Derzeit gibt es keine Hinweise, dass die Explosion vorsätzlich herbeigeführt wurde.“