Die Überlegungen befänden sich demnach noch in einem frühen Stadium. Sie wären die nächste Eskalationsstufe im Konflikt um Fifa-Präsident Gianni Infantino und dessen Pläne, einen Teil der WM-Rechte an Investoren verkaufen. Dagegen regte sich Widerstand, die Uefa droht mit einem Boykott von Fifa-Wettbewerben.Der Weltverband verwarf die Pläne, die Boykottdrohung wurde dennoch von der Uefa erneuert. Es müsse sichergestellt werden, »dass derartige Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, niemals wieder unternommen werden«, formuliert die Uefa ihre Bedingung für ein Ende des Boykotts.

Laut den Berichten gehe es in den Gesprächen der drei Verbände darum, Spielerinnen und Spielern im Fall einer weiteren Zuspitzung Alternativen für internationale Wettbewerbe zu bieten. Als erstes Turnier könnte die Frauen-U20-WM betroffen sein, die am 5. September in Brasilien beginnt.In einem offenen Brief hatten Uefa, AFC und Concacaf Infantino zuletzt scharf kritisiert und ihm Täuschung vorgeworfen. Zugleich verlangen Uefa, AFC und Concacaf, dass eine Aufarbeitung der Vorgänge nicht durch die Fifa selbst, sondern durch eine unabhängige dritte Stelle erfolgt. Außerdem sollten Unterlagen zu dem Vorgang gesichert werden.