Wer in der griechischen Bronzezeit Macht besaß, trug sie manchmal am Finger – und zwar in Form von Meteoriteneisen. Ein Forschungsteam hat in antiken Ringen Spuren eines Metalls entdeckt, das aus dem Weltraum stammt.
Die chemische Untersuchung von 91 Eisenobjekten ergab, dass mehrere Siegelringe der Minoer und Mykener aus meteoritischem Eisen gefertigt wurden, oft kunstvoll kombiniert mit Gold und Silber.
Die Ergebnisse erschienen unlängst im Journal of Archaeological Science. Für Griechenland ist es der erste eindeutige Nachweis dieser Art. Der Fund zeigt, dass der seltene Stoff aus dem All als besonders kostbares Prestigematerial galt – wohl reserviert für eine kleine, mächtige Oberschicht.
Was Meteoriteneisen so besonders macht
Meteoriteneisen unterscheidet sich chemisch klar von Eisen, das aus Erz gewonnen wird. Der entscheidende Marker ist Nickel: Eisen aus Meteoriten enthält oft einen hohen Anteil davon, teils bis zu 50 Prozent.








