Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus muss sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Phase erneut einen neuen Finanzvorstand suchen. Andreas Jaeger habe den Aufsichtsrat gebeten, seinen Vertrag aus persönlichen Gründen vorzeitig aufzulösen, teilte das Unternehmen am Freitag in Koblenz mit. Das Gremium sei dieser Bitte „mit Bedauern und im gegenseitigen Einvernehmen“ nachgekommen. Jaeger habe sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Aktie ging am Montag auf Talfahrt.Das seit Jahren schwächelnde Papier rutschte im Nebenwertesegment SDax zuletzt um bis zu 7 Prozent ab. Damit wurde die Erholung der letzten Wochen abrupt gestoppt. Das Rekordhoch von Stabilus liegt mit 89,35 Euro viele Jahre zurück. Anfang 2024 wurden noch Kurse jenseits der 60 Euro bezahlt. Kleinere Schwankungen außen vor gelassen, befindet sich die Aktie seither auf steiler Talfahrt. Möglicherweise weckte der Abgang auch schlechte Erinnerungen: Bereits Ende Februar vergangenen Jahres hatte der Vorgänger von Jaeger, Stefan Bauerreis, aus persönlichen Gründen um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages gebeten. Jaeger hatte das Amt des Finanzvorstandes erst im November 2025 übernommen.Die Verantwortung für das Finanzressort übernimmt bis zur Neubesetzung erneut interimistisch der Vorstandsvorsitzende Michael Büchsner, wie Stabilus weiter mitteilte. Er werde dabei operativ von dem erfahrenen Finanzmanager Thomas Kresser unterstützt. Für die dauerhafte Wiederbesetzung der Position hat der Aufsichtsrat den Angaben zufolge einen Auswahlprozess eingeleitet.