Die Mieten in Deutschland ziehen angesichts fehlender Wohnungen kräftig an. Nach Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) stiegen die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern im zweiten Quartal um 3,2 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum.Jedoch habe der Druck im Vergleich zu den vorherigen Quartalen etwas nachgelassen, schreibt der Verband, in dem etwa 50 Immobilienfinanzierer zusammengeschlossen sind, darunter Deutsche Bank, Commerzbank, Bausparkassen und Sparkassen. Die Daten des VDP beruhen auf realen Vertragsabschlüssen von mehr als 700 Banken und gelten als belastbar.In den sieben größten deutschen Städten – Berlin, Düsseldorf Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München, Stuttgart – zogen die Mieten mit 1,5 Prozent deutlich schwächer an als im bundesweiten Schnitt. Während es das höchste Wachstum in Düsseldorf gab (3,6 Prozent), legten die Mieten in Berlin kaum zu (0,6 Prozent).Nicht nur die Mieten, sondern auch die Immobilienpreise stiegen im Zeitraum von April bis Juni. Wohnungen und Häuser verteuerten sich laut der Daten des Verbands um 1,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum und gemessen am ersten Quartal um 0,3 Prozent.In den sieben großen Städten kletterten die Immobilienpreise mit 2,1 Prozent binnen Jahresfrist etwas stärker als deutschlandweit. Dabei ging es am kräftigsten in Hamburg nach oben (3,8 Prozent), gefolgt von Köln (2,5 Prozent), Frankfurt und Düsseldorf (je 2,4 Prozent). Am Ende standen Berlin und Stuttgart mit 1,6 Prozent beziehungsweise 0,7 Prozent. Noch im ersten Quartal hatten sich Wohnungen und Häuser in den Metropolen teils um mehr als vier Prozent verteuert.In Deutschland fehlen geschätzt rund eine Million Wohnungen. Zugleich wird oft auf dem Land gebaut, während in Ballungsräumen die Nachfrage das Angebot bei Weitem übersteigt. Die Bundesregierung will die Genehmigungsverfahren beim Bauen beschleunigen und einen neuen Gebäudetyp einführen, mit dem sich die Baukosten reduzieren lassen.