Apple hat im abgelaufenen Finanzjahr in Indien erstmals 10 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Das teilte eine informierte Person der Finanznachrichtenagentur Bloomberg mit. Das Unternehmen erwirtschafte demnach in den zwölf Monaten bis Ende März den bislang höchsten Umsatz auf dem Subkontinent mit iPhones, iPads, Macs und Zubehör. Dies entspricht immerhin einem Plus von einer Milliarde US-Dollar, im Vorjahreszeitraum hatte Apple in Indien noch neun Milliarden US-Dollar erlöst. Der Hauptteil des Geschäfts wurde erwartungsgemäß mit iPhones gemacht, gefolgt von iPads und Macs, bei denen die Nachfrage auch gestiegen sei.

Apples China-Strategie auf dem Subkontinent

In Indien verfolgt Apple eine ähnliche Strategie wie vor gut zwei Jahrzehnten in China: Es kombiniert Fertigung mit dem Ausbau seines Vertriebsnetzes. Der Subkontinent gilt als massives Wachstumsgebiet, leben in Indien doch mehr Menschen als in keinem anderen Land auf dem Planeten. Mit 1,5 Milliarden Personen wurde China überholt. Apple wuchs in Indien lange nur sehr langsam, und auch jetzt macht der Umsatz nur einen geringen Anteil am Gesamterlös aus. Experten rechnen aber damit, dass Apple weiter schnell wächst. Zum Vergleich: Im letzten Quartal erzielte Apple in China 18,8 Milliarden US-Dollar Umsatz – das Reich der Mitte liegt also noch signifikant vorn.