Im Jahr 2025 sind weltweit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen bei ihrem Einsatz ums Leben gekommen. Das ergibt sich aus aktuellen Zahlen der »Aid Worker Security Database«, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegen. Demnach gab es 2025 die zweithöchste Zahl von Todesopfern seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1997.Mehr als 99 Prozent der bei einem Einsatz ums Leben gekommenen humanitären Helfer sind den Angaben zufolge örtliche Einsatzkräfte. Die Statistik erfasst zudem für 2025 auch 322 verwundete und 235 entführte Helfer. Die in Großbritannien erstellte »Aid Worker Security Database« gilt als maßgebliche Referenz für Hilfsorganisationen und Regierungen bei der Bewertung von Entwicklungen im Bereich der Sicherheitsbedrohungen.

Der Sprecher der SOS-Kinderdörfer, Breyer, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, weiterhin seien humanitäre Helferinnen und Helfer in vielen Ländern großen Gefahren ausgesetzt. »Sie arbeiten oft unermüdlich und bis an den Rand der Erschöpfung. Das verdient größten Respekt und mehr Schutz.« Trotz der massiven Belastung hielten sie in schlimmsten Situationen die Fahne der Menschlichkeit hoch. Eigentlich seien die Helfer durch das humanitäre Völkerrecht geschützt. Dass sie dennoch immer wieder Angriffen ausgesetzt seien, dürfe man nicht hinnehmen, sagte Breyer.