PfadnavigationHomeSportIsabell Werth„Das ist inzwischen eine kranke Welt“, kritisiert die Reit-IkoneStand: 06:25 UhrLesedauer: 2 MinutenIsabell Werth reitet auf Wendy de Fontaine bei einem Turnier im JuliQuelle: Friso Gentsch/dpaIsabell Werth erkennt eine veränderte Sichtweise der Gesellschaft auf Pferde. Die Diskussionskultur in den sozialen Medien schreckt sie ab. Die Reit-Olympiasiegerin berichtet von Stalkern.Reit-Olympiasiegerin Isabell Werth leidet unter der heutigen Diskussionskultur im Internet. „Das Wort Qualität im Zusammenhang mit Pferden darf ich heute nicht mehr sagen, ohne Reaktionen in den sozialen Medien auszulösen. Das ist inzwischen eine kranke Welt“, sagte die 57 Jahre alte Werth vor der Reit-WM in Aachen in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.Auf die Frage, ob Reiterinnen und Reiter deshalb unter besonderer Spannung stünden, antwortete Werth: „Ich glaube, dass 80 bis 90 Prozent meiner Kollegen und Kolleginnen so empfinden. Wir haben da Stalker, die nur ein schlechtes Bild machen wollen. Von Menschen außerhalb der klassischen Reitsport-Gemeinde bekommen wir hingegen sehr viel Wertschätzung, die kriegen von solchen Social-Media-Diskussionen gar nichts mit.“Lesen Sie auchWerth wurde in dem Interview auch zu den Diskussionen befragt, ob Reitsport Tierquälerei ist. „Die Position des Pferdes in der Gesellschaft hat sich total verändert, und das ist gut so. Unseren Pferden geht es heute viel besser als früher, besser als einem Großteil der Menschen auf dieser Welt“, sagte die achtmalige Olympiasiegerin. Es dürfe aber nicht so weit kommen, dass das Tier über dem Menschen gesehen werde, fügte Werth zur Erklärung an.Für die deutsche Reit-Ikone sind die sozialen Netzwerke inzwischen enthemmt. „Ich glaube, dass eine Regulierung von Social Media in allen Bereichen gesund wäre. Weil ich weiß und mitbekomme, wie viele junge Menschen davon sehr verletzt werden, weil sie gemobbt und aggressiv angegangen werden. Das ist ein absoluter Nachteil“, sagte Werth.dpa/luwi