PfadnavigationHomePanoramaEvakuierungenWaldbrände wüten weiterhin – Hunderte fliehen in SpanienStand: 20:50 UhrLesedauer: 4 MinutenEin Feuer in einem Wald in der Provinz Huelva in SpanienQuelle: Mikel Konate/REUTERSIn Spanien breitet sich ein großer Waldbrand in der Provinz Huelva weiter aus, fast 500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Starke Winde erschweren die Lage. Auch in Frankreich und Kanada kämpfen Einsatzkräfte gegen schwere Brände.Knapp 500 Menschen sind wegen eines Waldbrandes im Südwesten Spaniens in Sicherheit gebracht worden. Das am Donnerstag ausgebrochene Feuer habe bislang in der Provinz Huelva rund 8000 Hektar erfasst, teilte die Regionalregierung von Andalusien mit. Die Zahl der Evakuierten sei in den vergangenen Stunden leicht auf 474 gestiegen. Derzeit seien aber keine Ortschaften unmittelbar gefährdet, hieß es.Die Flammen hätten sich in den vergangenen Tagen auch wegen starker Winde schnell ausgebreitet, sagte der andalusische Innenminister Antonio Sanz. „Heute sind wir aber etwas optimistischer“, betonte er am Nachmittag. Bei der Bekämpfung habe man auch dank besserer Wetterbedingungen Erfolge erzielt. Der südliche Teil des Brandes sei inzwischen unter Kontrolle.In der Nähe der Kleinstadt Niebla, rund 60 Kilometer westlich von Sevilla, kämpfen rund 500 Einsatzkräfte im hügeligen Waldgebiet weiter gegen die Flammen. Sie werden zeitweilig von bis zu 26 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt.Spanien wird in diesem Jahr von einer außergewöhnlichen Waldbrandsaison heimgesucht. „Seit Jahresbeginn sind fast 200.000 Hektar betroffen“, sagte die Ministerin für den ökologischen Wandel, Sara Aagesen. 2026 habe es bereits 40 Großbrände gegeben. „Im vergangenen Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt 15.“Nach Angaben des spanischen Waldbrandportals „Incendios Forestales“ waren am Sonntag landesweit 37 überwiegend kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv. Besonders betroffen sind demnach die bei Urlaubern beliebte Region Valencia im Osten sowie Kastilien und León im Nordwesten des Landes.In Brand geratenes Auto Auslöser in FrankreichMehr als 200 Feuerwehrleute haben am Sonntag auch in Südfrankreich gegen einen sich schnell ausbreitenden Waldbrand gekämpft. Wie die Feuerwehr im Département Lozère mitteilte, war das Feuer gegen Mittag im Gemeindegebiet von Massegros-Causses-Gorges etwa 140 Kilometer nordwestlich von Montpellier ausgebrochen. Bis zum frühen Abend hatte es eine Fläche von mehr als 100 Hektar erfasst. Zwei Dörfer wurden vorsorglich evakuiert.Lesen Sie auchEtwa 220 Feuerwehrleute waren im Einsatz, unterstützt von fünf Löschflugzeugen. Die Feuerwehr forderte nach eigenen Angaben weitere Verstärkung an, da sich das Feuer immer weiter ausbreitete und zunächst nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte.Lesen Sie auchAusgelöst wurde das Feuer nach ersten Erkenntnissen wohl von einem auf einer Straße in Brand geratenen Auto. Von den Evakuierungen waren zwei kleine Dörfer im Gemeindegebiet von La Tieule betroffen, auf die sich das Feuer zubewegte. 20 Häuser wurden geräumt, die Straße zwischen La Tieule und dem Nachbarort Le Recoux wurde gesperrt.Auch abseits Europas wüten größere Brände. Ein schwerer Waldbrand in der kanadischen Provinz British Columbia ist noch immer nicht unter Kontrolle. Allerdings breitete es sich nicht mehr so rasant aus. Das Feuer erstreckte sich am Sonntagmorgen (Ortszeit) auf mehr als 100 Quadratkilometer. Mehr als 20.000 Menschen waren zuvor wegen der Flammen zur Flucht gezwungen worden.Dass sich das Feuer zuletzt langsamer ausbreitete, liegt Berichten zufolge auch daran, dass ein großer Teil der Feuerfront inzwischen einen See, den Okanagan Lake, erreicht hat. Einsatzkräfte versuchten, Häuser am Rand der rund 12.000 Einwohner zählenden Gemeinde Summerland zu schützen. Evakuierungsanordnungen für Tausende Menschen blieben bestehen. Rund 10.000 Grundstücke in Summerland, Peachland und umliegenden Gebieten waren davon betroffen, für weitere galt eine Warnung vor einer möglichen Evakuierung.Das Feuer hatte auf seinem Weg zum See Häuser und andere Gebäude zerstört. Die Provinzregierung spricht von erheblichen Schäden, deren Ausmaß bislang aber nicht abschließend erfasst wurden. Mehr als 50 Menschen, die von den Flammen eingeschlossen worden waren, wurden nach Angaben der Behörden mit Hilfe von Hubschraubern gerettet. Die Polizei prüft zudem einen Bericht über einen möglichen Todesfall. Dieser war zunächst nicht bestätigt. Die Ursache des Feuers wird untersucht.In British Columbia wurden Medienberichten zufolge zuletzt mehr als 100 Waldbrände registriert, fast die Hälfte davon war außer Kontrolle. Auch andere kanadische Provinzen wie Ontario und Quebec hatten in diesem Jahr bereits mit größeren Waldbränden zu kämpfen.dpa/nw
Evakuierungen: Waldbrände wüten weiterhin – Hunderte fliehen in Spanien - WELT
In Spanien breitet sich ein großer Waldbrand in der Provinz Huelva weiter aus, fast 500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Starke Winde erschweren die Lage. Auch in Frankreich und Kanada kämpfen Einsatzkräfte gegen schwere Brände.









