Plauen in Sachsen hat sich dieses Wochenende zum gesamtdeutschen Mekka der Generalfrustrierten verwandelt. Auch Grüne mit Deutschlandfähnchen waren da.

Plauen: Paradies für rechte Regierungskritiker

Sebastian Willnow/dpa

An der Autobahnabfahrt Plauen-Ost konnte man am Samstagvormittag zum Deutschlandhasser werden. Konvois von hunderten in Schwarz-Rot-Gold reichlich dekorierten Privat-PKW verstopften die Zufahrtsstraße der B 173 in die Stadt. Der Rückstau reichte bis auf die Autobahn. Eine Parade von Kennzeichen aus ganz Deutschland. Unter den etwa 10.000 Menschen, die dem Aufruf der am 8. Juni erstmals in Berlin in Erscheinung getretenen Bewegung „Million“ folgten, konnte man seine Kenntnis deutscher Mundarten überprüfen.

Auf den ersten Blick haben „Million“ und ihr Demo-Anmelder Marcel Baldauf aus Hoyerswerda eine Elf-Punkte-Agenda gegen Sozialabbau durch Kanzler Friedrich Merz und die schwarz-rote Koalition formuliert. Diese sollte sofort zurücktreten, damit die Gesundheitsreform gestoppt, ein 29-Euro-Bahnticket eingeführt, Energiesteuern gesenkt sowie Mittelstand, Handwerk und Landwirtschaft gerettet werden können.