Er dauerte zu lange. Also mussten sie kürzen. Deswegen fängt der Song mit seinem Refrain an. Es ist ein Indiz für besonders verführerische Songs, wenn sie nicht mit einer Strophe beginnen, sondern direkt zur Sache kommen. „Last Christmas“ von Wham! ist noch so ein Beispiel dafür. In der Erzähltheorie nennt man das in medias res, man könnte auch einfach wham! dazu sagen, weil es besser beschreibt, was passiert, wenn man das hört. Und nicht anders kann, als loszutanzen. Und mitzusingen.You can danceYou can jiveHaving the time of your lifeSee that girlWatch that sceneDigging the Dancing Queen.Im März 1976 hatten Björn Ulvaeus und Benny Andersson auf der Schären-Insel Viggsö mit einem neuen Song begonnen. So hatten sie das bei ABBA immer gemacht: Sie hatten in ihrem Ferienhäuschen mit Gitarre und Klavier schon einige ihrer größten Hits geschrieben, auch „Waterloo“, mit dem ABBA 1974 auf einen Schlag, wham!, beim Eurovision Song Contest berühmt geworden waren.Was alles unter dem Oberflächenglanz der Songs steckteSie hatten also erst Melodien komponiert, ihre Partnerinnen, die Sängerinnen Agnetha Fältskog und Frida Lyngstad, dann dazugeholt, und so war, nach und nach, auch dieser neue Song entstanden. Er war also erst zu lang, wie die vier dann im Studio feststellten, als noch Schlagzeug und Bass und Streicher und Synthesizer dazukamen. Daher kürzten sie „Dancing Queen“ ein. Am 16. August 1976 ist der Song erschienen. Der Rest ist Geschichte.