Das Landvolk in Niedersachsen schlägt Alarm: Niedrige Getreidepreise und steigende Produktionskosten führen zu Liquiditätsengpässen bei Landwirten.

Hatten es dieses Jahr schwer: Getreideähren auf einem Feld im Landkreis Oldenburg

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Die Frühernte sei noch in Ordnung gewesen, sagt Landwirt Konrad Westphale. Doch bei der Späternte habe sich gezeigt, dass in manchen Regionen Niedersachsens bis zu 25 Prozent Ertrag fehlen. Die Trockenheit dieses Jahr habe den Pflanzen mehr zugesetzt als erwartet. Zusätzlich habe die Hitzewoche im Juni zu Notreifeprozessen geführt. Der Weizen habe deshalb an Qualität eingebüßt.

Westphale ist Vorsitzender des Ausschusses für pflanzliche Erzeugnisse im Landvolk Niedersachsen und bewirtschaftet in einer Betriebsgemeinschaft mit drei weiteren Landwirten 450 Hektar im Hildesheimer Land. Ein noch größeres Problem als die Hitze seien die gestiegenen Lohn- und Materialkosten, sagt Westphale. Durch den Irankrieg seien die Energie- und Düngemittelpreise stark gestiegen. Besonders der Dieselpreis falle ins Gewicht: Aufgrund des hohen Dieselbedarfs beim Getreideanbau wirke sich der besonders auf die Produktionskosten aus. Dazu kämen aktuell niedrige Getreidepreise auf dem Weltmarkt.