Bob Hanning hat in seiner Karriere viele gute Handballer entdeckt. Zu den meisten kann der Geschäftsführer der Füchse Berlin und passionierte Nachwuchstrainer bis heute nette Anekdoten erzählen. Im Jahr 2015 etwa, so erinnert sich Hanning, stach bei einem Sichtungsturnier in Kienbaum ein junger Mann im Trikot der Mecklenburgischen Landesauswahl heraus, der, so viel war schnell klar, auf absehbare Zeit Begehrlichkeiten bei einigen Scouts wecken würde. Sein Name: Matthes Langhoff. „Er hatte einfach alles“, sagt Hanning und zählt auf: „Gute Beinarbeit, Ruhe im Spiel, Geschwindigkeit, Übersicht, dazu eine sehr freundliche, ruhige Art.“
Für Langhoff ließ Hanning den Lehrplan ändern
Hanning nahm Kontakt zur Familie auf und wollte sie von den Vorzügen der Sportschule überzeugen, die der Füchse-Nachwuchs in Berlin besucht und die schon so manches Talent groß herausgebracht hat. Das höre sich ja alles schön und gut an, hätten die Eltern nach dem ersten Gespräch entgegnet, erzählt Hanning. Allerdings habe die Sache einen Haken: An der Schule werde kein Spanisch angeboten. „Dann wird das leider nix“, habe Mama Langhoff gesagt. Also zückte Hanning das Handy, rief den Direktor an und überzeugte ihn schließlich mit folgendem Satz: „Ich lege meine Hand dafür ins Feuer: Wenn wir Matthes nicht kriegen, geht uns ein künftiger deutscher Nationalspieler verloren.“ Kurz darauf stand Spanisch am Berliner Sportgymnasium auf dem Lehrplan. Seitdem trägt Matthes Langhoff das Trikot der Füchse Berlin.







