In Paris steigt die Zahl der Unfälle mit E-Scootern – deshalb gilt in der französischen Hauptstadt ab sofort eine Helmpflicht. Wie die örtliche Polizei mitteilte, müssen alle Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern, die in Paris und den direkten Vororten unterwegs sind, neben einem Helm auch eine Warnweste oder andere reflektierende Ausrüstung tragen. Ohne Helm wird eine Geldstrafe von 135 Euro fällig, ohne Weste oder Reflektoren 35 Euro.
Paris hatte bereits 2023 alle Leih-E-Roller von ihren Straßen verbannt. Roller im Privateigentum sind von dem Verbot nicht betroffen. Zuletzt waren mehr Menschen mit den Fahrzeugen verunglückt, teilte die Polizei mit. Ein »erheblicher Anteil« der Betroffenen habe schwere oder tödliche Kopfverletzungen erlitten.Im vergangenen Jahr seien 79 sogenannte ungeschützte Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr gestorben, 34 mehr als im Vorjahr. Betroffen waren demnach vorwiegend Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern, Segways und Hoverboards. Rund 1100 Nutzerinnen und Nutzer wurden demnach 2025 schwer verletzt, 33 Prozent mehr als 2024.
Wer mit dem E-Scooter fährt, hat laut einer wissenschaftlichen Untersuchung ein deutlich höheres Verletzungsrisiko als Motorrad- und Radfahrer. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Fachjournal »Scientific Reports« veröffentlichte britische Studie. Sie hat die Daten des nationalen Traumaregisters für die Jahre 2020 bis 2022 sowie Berichte eines Leihanbieters aus 18 Städten in England und Wales aus den Jahren 2020 bis 2024 analysiert.Demzufolge ist das relative Risiko für ein Schädel-Hirn-Trauma bei E-Scooter-Unfällen 3,45-mal höher als bei Motorradfahrern und 1,74-mal höher als bei Radfahrern. Auch das Risiko für Verletzungen innerer Organe (1,46-mal höher) und Gefäßtraumata (3,24-mal höher) übersteigt das von Motorradfahrern deutlich, während das Risiko für Knochenbrüche im Vergleich geringer ausfällt.










