Der Handelskrieg zwischen dem Westen und China geht in die nächste Runde – und er dürfte auch Europa Nachteile bescheren, als erstes bei der Energiesicherheit. Die Kriege im Persischen Golf haben den Seefrachtverkehr durch die Straße von Hormus, das Rote Meer und den Suezkanal schwer beeinträchtigt. Die Schifffahrt durch den Panamakanal, den Rhein und den Amazonas wird erst nach erneuten starken Regenfällen wieder normal verlaufen. Der Welthandel stockt. Probleme bei Lieferketten, Preissteigerungen und Lebensmittelengpässe sind im Herbst möglich.

Als wären die Kriege und die Naturbeeinträchtigungen noch nicht genug, haben die Kontrahenten um die hegemoniale Dominanz auch an der Sanktionsspirale weitergedreht. Die amerikanische Regierung setzte Ende Juli 43 weitere chinesische Unternehmen auf eine Sperrliste. Ihre Waren gelten grundsätzlich als mit Zwangsarbeit hergestellt und dürfen nicht eingeführt werden. Das Pekinger Handelsministerium untersagte Organisationen und Einzelpersonen in China nun die Zusammenarbeit mit sechs US-Unternehmen und ‑Organisationen.

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Unter den Betroffenen sind Firmen, die Lieferketten auf Verbindungen nach Xinjiang prüfen, sowie Menschenrechtsorganisationen. Peking wirft ihnen vor, die US-Sanktionen unterstützt zu haben. In Xinjiang leben viele Angehörige der muslimischen Minderheit der Uiguren. Westliche Regierungen und Menschenrechtsorganisationen werfen China dort Zwangsarbeit vor. Peking weist dies zurück und bezichtigt Organisationen wie Human Rights in China (HRIC), feindselig gegenüber China zu agieren.