Wer die Sonnenfinsternis auf Mallorca beobachten will, wird möglicherweise deutlich mehr uniformierten Menschen begegnen als sonst. Der Sprecher der Regionalregierung, Antoni Costa, gab am Freitag bekannt, dass der Insel spanische Militärkräfte rund um das Ereignis am 12. August zugesagt wurden. Das berichten spanische Medien sowie »T-Online«.

Ab heute werden Angehörige des Regiments »Palma 47« bis zum 14. August auf der Insel im Einsatz sein, zu Fuß und mit Fahrzeugen. »Es liegt eine offizielle Bestätigung des Verteidigungsministeriums und des Oberkommandos vor, dass die Armee eingesetzt wird und die Umsetzung der außerordentlichen Maßnahmen unterstützen wird«, sagte Costa.Als Einsatzorte wurden Estellencs, Banyalbufar, Deià, Valldemossa, Escorca und Fornalutx genannt.

Der Grund sei die örtliche Sicherheit, auch die der Bevölkerung. Es werde ein großer Menschenansturm sowie hohe Waldbrandgefahr herrschen, so Costa. Zum Betrachten sollen die Menschen zur Sonnenfinsternis zugelassene Brillen nutzen und unnötige Reisen vermeiden. Laut »T-Online « soll das Militär besonders Zufahrtsstraßen, Rettungswege und Naturgebiete bewachen. Unfälle und Straftaten sollen so verhindert werden.

Sonnenfinsternis auf Mallorca: Extrem hohe NachfrageDer Mondschatten zieht am Abend des 12. August von Galicien über Kastilien und León, Aragón und Valencia bis zu den Balearen mit Mallorca und Ibiza. Entlang der sogenannten Totalitätszone herrscht bereits Ausnahmezustand. Hotels sind vielerorts ausgebucht, die Preise auf ein Vielfaches der üblichen Augustpreise emporgeschnellt. Die Totalitätszone ist der schmale Streifen auf der Erdoberfläche, den der Kernschatten des Mondes während einer totalen Sonnenfinsternis überstreicht. Nur in diesem begrenzten Gebiet ist die Sonne vollständig vom Mond bedeckt.