Die Blutspende in Mecklenburg-Vorpommern steht unter Druck: Die Reserven sind so weit gesunken, dass Kliniken derzeit nicht mehr vollständig mit Blutpräparaten versorgt werden können. Das teilte Markus Baulke vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) mit.

Für Patientinnen und Patienten im Land ist das eine ernste Nachricht – denn Blut wird bei Operationen, Unfällen und Therapien täglich gebraucht. Klar ist schon jetzt: Ohne mehr Spender lässt sich die Lücke nicht schließen.

Die Zahlen des DRK sprechen eine deutliche Sprache. Im ersten Halbjahr 2026 sank die Spendenbereitschaft im Land gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent. Vor allem im Mai und Juni brach die gespendete Menge spürbar ein.

Besonders kritisch ist die Versorgung bei drei Blutgruppen: 0 positiv, A positiv und B negativ. Hier sind die Bestände so niedrig, dass die Versorgung im Land stark eingeschränkt ist.

Um die Kliniken sicher zu versorgen, braucht Mecklenburg-Vorpommern täglich bis zu 300 Spender. Diese Marke wird derzeit nicht zuverlässig erreicht.