Bis zuletzt hatte Matthias Ginter damit gerechnet, bei der Fußball-Weltmeisterschaft dabei zu sein. Erst am Tag der Kaderbekanntgabe erfuhr der Freiburger Innenverteidiger, dass Julian Nagelsmann anders entschieden hatte. Die Nachricht traf ihn hart. Besonders bemerkenswert ist allerdings nicht nur die Enttäuschung über die verpasste WM. Ginter deutet in einem Interview mit dem kicker an, dass es zwischen ihm und dem früheren Bundestrainer schon deutlich länger Probleme in der Kommunikation gab.„Der Zeitpunkt war eigentlich anders geplant, gerade auch mit den ganzen vorher veröffentlichten Leaks, aber ich wurde erst am Donnerstag, dem Tag der Nominierung, informiert“, erzählt Ginter. Dann folgt ein Satz, der weit über seine Nichtberücksichtigung für das Turnier hinausweist: „Über die Art und Weise, wie das generell drei Jahre lang abgelaufen ist, will ich nicht sprechen.“
Irritationen mit Julian Nagelsmann haben früh begonnen
Ginter sagt damit nicht, was genau während der gemeinsamen Zeit mit Nagelsmann vorgefallen ist. Gerade deshalb ist die Aussage bemerkenswert. Denn sie deutet an, dass die Irritationen zwischen dem 32-Jährigen und dem ehemaligen Bundestrainer nicht erst mit der WM-Nominierung begonnen haben.Das passt zu einem Bild, das bereits nach dem WM-Aus Deutschlands gegen Paraguay entstanden war. Damals war unter anderem über Kommunikationsprobleme innerhalb der Nationalmannschaft berichtet worden. Spieler sollen von Entscheidungen Nagelsmanns teilweise erst über die Medien erfahren haben. Auch der Umgang mit Leon Goretzka und anderen Profis hatte Fragen aufgeworfen.






