Jugendliche im Schulprojekt Efterskole: »Wir wollen lieber Zeit miteinander verbringen, als uns von Social Media ablenken zu lassen«

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09.08.2026, 06.33 Uhr

Nicht fürs Leben, sondern für die Schule lernen wir.Dieser alte Spruch geht auf den römischen Philosophen Seneca zurück. Der äußerte damit Kritik an den Schulen seiner Zeit. Das war vor fast 2000 Jahren. Gültigkeit besitzt der Satz noch heute – und wird andersherum verwendet:Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir.Wie in der Efterskole in Dänemark, der »Nachschule«. Jugendliche sollen hier vor allem etwas über sich selbst lernen: was sie vom Leben wollen, für welchen Beruf sie sich interessieren, wie sie Freundschaften schließen und pflegen. Die Teenies verlängern mit dem Besuch freiwillig ihre Schullaufbahn. Kostenlos ist das nicht, aber der Staat übernimmt einen Großteil der Gebühren.Meine Kollegin Elisa Schwarze hat sich diese dänische Tradition vor Ort selbst angesehen und die Schule Baunehøj, eine Stunde nordwestlich von Kopenhagen, besucht. »Wir wollen Orte schaffen, an denen Schüler aus Interesse und Neugier lernen, nicht, um sich mit anderen zu vergleichen«, sagt Schulleiter Ulrik Goos Iversen.