Als Heidi Klum im letzten Jahr im Vorfeld zum Oktoberfest bei ProSieben ihr »HeidiFest« feierte, konnte sie über Social-Media-Kanäle mit den eingeladenen A- und B-Prominenten für respektable Aufmerksamkeit sorgen. Die Quoten aber waren schlecht - gerade im Vergleich zu Klums Sendung »Germany’s Next Topmodel«.

Am Freitag ließ ProSieben dann über den Branchendienst DWDL verlauten, dass das »HeidiFest« dieses Jahr nicht mehr ausgestrahlt werde. Am Samstag dann die Wendung für Heidis TV-Humpenheben: nun verkündete RTL über die »Bild«-Zeitung, dass man die Sendelizenz für das »HeidiFest« übernommen habe .Der »Bild« sagte die zum Teil in den USA lebende Klum, dass es sich bei dem aus dem Hofbräuhaus übertragenden Trachtenkrawall auch um eine Traditionsvermittlung handele: »Ich finde das hier alles super, um auch meinen amerikanischen Freunden zu zeigen, wie wir hier so in Deutschland feiern, was wir essen, wie wir aussehen und wie Musik klingt.« Letztes Mal sangen Howard Carpendale und Roberto Blanco, aber auch die Wildecker Herzbuben hatten ihren Auftritt. Wer dieses Jahr dabei sein wird, ist noch nicht bekannt.

Für RTL wirkt der Griff nach dem Quotenflop wie eine Verzweiflungstat. Der Kölner Sender hatte bereits die ProSieben-Show »Turmspringen« reanimiert. Jetzt sagt Inga Leschek, Chief Content Officer RTL Deutschland zur Bild: Mit Heidi Klum kommt eine der größten Entertainment-Persönlichkeiten der Welt zu RTL. Das freut uns riesig! Das ›HeidiFest‹ hat schon im vergangenen Jahr mit seinen viralen Momenten gezeigt, welche Begeisterung es auslösen kann. Jetzt bringen wir dieses Spektakel größer, lauter und mit allem, was ein echtes Fernsehereignis ausmacht.«