Israel und Libanon verhandeln über die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz und den israelischen Abzug aus dem Libanon – währenddessen eskaliert die Lage.

Eine libanesische Familie sucht Schatten unter den beschädigten Solarmodulen ihres zerstörten Hauses im Südlibanon

Mohammed Zaatari/ap/dpa

Der Architekt Tarek Mazraani hat in seinem Heimatdorf Hula geholfen, hunderte Häuser zu bauen. Auch traditionelle Werkzeuge von Bauern, alte Bücher und Fotografien hat er zusammengetragen und daraus ein Heimatmuseum errichtet, um die Geschichte des Dorfs im Südlibanon zu dokumentieren. Nun ist alles weg. „Mein Haus ist weg, das ganze Dorf zerstört“, sagt er.

Der aktuelle Waffenstillstand zwischen Libanon und Israel gilt offiziell seit Mitte Juni. Das bilaterale Abkommen sieht vor, dass Israel die Besatzung beendet und die Hisbollah entwaffnet wird. Die Hisbollah war an dem Deal jedoch nicht beteiligt und sträubt sich gegen die Entwaffnung. Israels Regierung möchte weiter den Südlibanon besetzen und dort alle Infrastruktur für eine „Pufferzone“ zerstören.