Die Zahl der Einsätze der Bergwacht steigt. Bei vielen Bergwanderern fehlt die richtige Vorbereitung, sagt Friedl Krönauer von der Bergwacht Kochel.

Manchmal lässt sich nur noch so helfen: Hubschrauber-Einsatz in den Bergen

Jan Eifert/imago

taz: Herr Krönauer, in den vergangenen 10 Jahren ist die Zahl der Einsätze der bayerischen Bergwacht um über 30 Prozent gestiegen, bei Ihnen sogar um 138 Prozent. Die Berge in Ihrem Einsatzgebiet sind nicht einmal 2.000 Meter hoch. Wie kommt es zu diesem Anstieg an Notrufen?

Friedl Krönauer: Wir liegen direkt vor den Toren Münchens, sind schnell erreichbar, viele Tagesgäste und Urlauber zieht es hierher. Und es gibt hier anspruchsvolles Gelände. Die bayerischen Voralpen haben oft schroffe Nordflanken, felsige Abbrüche und steile Grasflanken, das kann man hier von der Benediktenwand bis zum Herzogstand gut erkennen.