In Norwegen ist am Samstag ein Reisebus mit 34 deutschen Touristen verunglückt. Dies berichtet unter anderem der Norwegische Rundfunk NRK. Der Unfall ereignete sich demnach auf der Europastraße E6 bei Namsskogan in Mittelnorwegen. Den Angaben zufolge soll das Fahrzeug in einer leichten Kurve umgekippt sein. Ein Foto zeigt den Bus neben der Straße auf der Seite liegend, die Frontscheibe ist zerborsten.Die E6 führt zum Nordkap und durch Namsskogan. Der Bus soll dem Bericht zufolge aus dem Norden gekommen sein, als sich der Unfall am Vormittag ereignete, wie die Zeitung „Verdens Gang“ schreibt. Die Ursache des Unfalls ist unklar. Außer dem Bus war offenbar kein Fahrzeug beteiligt. Die beiden Fahrer sollten bis zur Bergung des Busses am Unfallort bleiben.Feuerwehr, Rettungsdienst und freiwillige Helfer versorgten die Verletzten an der Unfallstelle. Auch Rettungshubschrauber wurden wohl angefordert, weil zunächst auch von Schwerverletzten die Rede gewesen war.Es ist sehr, sehr gut ausgegangen.Ersthelferin in NorwegenOffenbar hatten die Passagiere Glück im Unglück. „Nach den bisherigen Informationen soll es keine schweren Verletzungen geben, mehrere Menschen sollen jedoch leicht verletzt worden sein“, sagte Einsatzleiterin Anlaug Oseid vom Polizeibezirk Trøndelag dem Bericht zufolge.Zwei Personen seien in das Krankenhaus von Namsos gebracht worden, zwei weitere in die Klinik von Levanger. Keine der vier Personen sei kritisch verletzt.Die Gemeinde Namsskogan richtete NRK zufolge einen Krisenstab ein und schickte einen Bus zur Unfallstelle, um die weniger verletzten und unter Schock stehenden Reisenden in ein kommunales Betreuungszentrum zu bringen. Dort soll sich auch ein psychosoziales Team um die deutschen Urlauber kümmern.Augenzeugen, die unmittelbar nach dem Unglück eintrafen, schlugen laut NRK mit einem Hammer Scheiben ein, um in den Bus zu gelangen und helfen zu können. Eine der Ersthelferinnen beschrieb die Situation kurz nach dem Unfall als „etwas chaotisch“. Sie habe sich um vier Menschen gekümmert, die am schwersten verletzt wirkten. Inzwischen ist sie vor allem erleichtert: „Es ist sehr, sehr gut ausgegangen.“Wie NRK berichtet, hatte es 2014 schon mal einen Busunfall in der Gegend gegeben. Damals kippte ein Schweizer Bus auf der E6 um. Vier Menschen kamen ums Leben. (lem)