Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben einen der größten Schleuserringe im Mittelmeerraum zerschlagen. Die Organisation soll ​mehr als 2000 Migranten ins Land gebracht haben, wie die Behörden am Freitag mitteilten.Die ‌Ermittler der Guardia Civil bezeichneten das Netzwerk als eine der "komplexesten, aktivsten und gefährlichsten" kriminellen Organisationen, die bisher in der Region aufgedeckt worden seien. Im Zuge der Operation seien 77 Menschen in Spanien und eine Person in Algerien festgenommen worden. Zudem ​seien 18 Schnellboote beschlagnahmt worden.

Die Überfahrten seien extrem gefährlich gewesen, teilte die spanische Polizei weiter mit. Die Migranten ‌seien in überfüllten Booten bei hoher Geschwindigkeit und oft bei schwerem Wetter, ohne Licht und in den meisten Fällen ohne Schwimmwesten unterwegs ‌gewesen. Teilweise seien die Insassen ​festgebunden worden, damit sie während ‌der Überfahrt nicht über Bord gingen.