Jugend, Luxus und Mord: Die Serienadaption von „The Shards“ hat Glamour – doch aus der subtilen Bedrohung des Romans wird oft greller Horror.
Die Schönen und das Böse: „The Shards“
Pari Dukovic/FX/Disney+/dpa
Es steckt noch in dieser Serie, das grandiose Buch von Bret Easton Ellis. Nach 13 Jahren Schreibpause zeichnete der Popstar des literarischen Nihilismus darin das Bild einer jugendlichen Clique, das sich zwar in seinen typischen luxuspessimistischen Schilderungen ergeht, dabei aber weitgehend ohne den markschneidenden Zynismus seiner früheren Werke auskommt.
„The Shards“ hält die feine Balance zwischen leise läuternder Sezierung und einer seltsamen Bewunderung für die schamlose Dekadenz der schillernden Hollywoodwelt, in der sich die Hauptfigur „Bret“ – der Roman ist als autofiktionales Spiel angelegt – bewegt.










