Wer in Dresden über die Zukunft der Carolabrücke mitreden wollte, hatte in diesem Sommer die Gelegenheit dazu – und viele nutzten sie. Über das Online-Portal carolaVOTE beteiligten sich nach Angaben der Stadt mehr als 25.800 Menschen an der Bewertung der vier vorliegenden Entwürfe für den Wiederaufbau.
Die Bürgerbeteiligung zeigte: Der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft aus FHECOR Deutschland und TSSB Planungsgesellschaft gefällt den Dresdnern am besten und landete auf Platz eins. Für Anwohner, Pendler und alle, die die Brücke im Alltag queren, ist das ein wichtiger Zwischenschritt. Entschieden ist damit aber noch nichts – die politische Weichenstellung folgt erst im Herbst. Wer den Wiederaufbau am Ende plant, klärt sich in den kommenden Wochen.
Warum die Carolabrücke überhaupt neu gebaut wird
Vor mehr als anderthalb Jahren stürzte ein Teil der Carolabrücke ein – ein schockierendes Ereignis, bei dem wie durch ein Wunder niemand verletzt wurde. Aber der Kollaps hat bis heute weitreichende Folgen für die Verkehrsströme zwischen Alt- und Neustadt, die sich auf die benachbarte Augustus- und auf die Albertbrücke verlagerten.
Seither läuft die Planung für einen Ersatzneubau. Vier renommierte Ingenieurbüros wurden beauftragt, parallel eigene Entwürfe zu entwickeln: die Arbeitsgemeinschaft FHECOR/TSSB; das Ingenieurbüro GRASSL mit gmp Architekten; Leonhardt, Andrä und Partner mit Knight Architects; Schüßler-Plan und DKFS.








