Wegen des tiefen Wasserpegels auf dem Zürichsee müssen Kursschiffe mehrere Stationen auslassenNoch stärker sind die Folgen für die Oberseefähre: Sie stellt den Betrieb vorübergehend ganz ein.07.08.2026, 16.07 Uhr2 LeseminutenDie Kursschiffe auf dem Zürichsee können derzeit nicht alle Stationen anfahren.Christoph Ruckstuhl / NZZDer Wasserpegel des Zürichsees ist so niedrig wie selten: Im Juli erreichte er den tiefsten Stand seit 1951 und ist etwa zehn Zentimeter tiefer als üblich. Grund dafür ist die anhaltende Trockenheit, die 32 Zuflüsse des Sees führen nur wenig Wasser. Der Seepegel selbst sinkt jeden Tag ein bisschen, das zeigen die Messdaten des Bundesamts für Umwelt.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Anders als etwa beim Bodensee, bei dem das Niedrigwasser an einigen Stellen klar ersichtlich ist, muss man beim Zürichsee genau hinschauen. Es lässt sich auch nach wie vor gut baden. Einzelne Badis mussten allerdings ihre Sprungtürme aus Sicherheitsgründen sperren, so etwa in Uetikon am See.Folgen hat der tiefe Wasserstand insbesondere für die Kursschiffe. Die Zürichsee-Schiff­fahrts­ge­sell­schaft (ZSG) kann vier Stationen bis auf weiteres nicht mehr anfahren: Küsnacht Heslibach, Bellevue, Limmatquai und den Steg 6 am Bürkliplatz – dort, wo die Limmatschiffe starten. Wie eine ZSG-Sprecherin den Tamedia-Zeitungen sagte, ist der Höhenunterschied zwischen Schiff und Steg beim Ein- und Aussteigen zu gross. Die Fahrpläne wurden entsprechend angepasst.Die Kursschiffe auf dem Zürichsee sind also eingeschränkt unterwegs, können aber noch fahren. Anders die Oberseefähre: Sie hat den Betrieb am Freitag vorübergehend eingestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, ist das sichere An- und Ablegen an der Station Rapperswil-Hochschule unmöglich. Die Fahrgäste werden in Rapperswil und an den Anlegestellen in Schmerikon, Altendorf und Lachen sowie auf der Website der Fähre über den Unterbruch informiert.Nicht betroffen von der Betriebseinstellung sind die Kurse der ZSG auf dem Obersee. Die Oberseerundfahrten jeweils samstags und sonntags um 11 Uhr ab Rapperswil (See) an die Stationen Insel Ufenau, Pfäffikon (SZ), Altendorf, Lachen und Schmerikon verkehren weiterhin fahrplanmässig.Der Betrieb der Oberseefähre wird wieder aufgenommen, sobald der Wasserpegel genügend hoch ist. Dies dürfte der Fall sein, wenn flächendeckender Regen einsetzt. Danach sieht es allerdings nicht aus: In den nächsten Tagen sind höchstens Gewitter zu erwarten, und es wird noch einmal richtig heiss.Passend zum Artikel